Erstellt am 14. September 2016, 10:56

von Pia Reiter

Taboki: Tristan Mikula ist der erste Mann im Kiga. Der 21-Jährige Neusiedler arbeitet seit Anfang September als Kindergartenassistent im Kindergarten am Tabor (Taboki).

Engagiert. Kindergartenpädagogin Petra Leeb, hier mit den „Wichteln“ Alex, Moritz und Niklas, wird seit Anfang September von Kindergartenassistent Tristan Mikula unterstützt.  |  Pia Reiter

Seit Beginn des neuen Kindergartenjahres gibt es am Taboki einen besonderen Neuzugang: Die bis jetzt weiblichen Pädagoginnen haben mit dem 21-jährigen Tristan Mikula männliche Verstärkung bekommen.

Eingesetzt wird der Neusiedler in der alterserweiterten Gruppe im „Blauen Haus“, im Container. Dort ist derzeit die Wichtelgruppe untergebracht, für die bis jetzt 14 Kinder angemeldet sind. Er unterstützt dort Kindergartenpädagogin Petra Leeb.

"War von Ausbildung begeistert"

Auf die Idee, diesen Weg in seiner Berufswahl einzuschlagen, brachte ihn seine Mutter: „In meiner Familie habe ich mich schon immer gerne mit Kindern beschäftigt. Von der Ausbildung zum Kindergartenassistenten war ich gleich begeistert.“

Der 21-Jährige hat dazu einen viermonatigen WIFI-Kurs in Eisenstadt absolviert. Insgesamt waren es laut Mikula 20 Teilnehmer, fünf davon aus dem Burgenland. Die dafür erforderlichen Praxisstunden konnte er in seinem „eigenen“ Kindergarten in Neusiedl am See absolvieren: „Bei Ingrid Millner im Kindergarten Gartenweg durfte ich meine ersten Erfahrungen in der Praxis sammeln, da hat es mir dann gleich noch mehr gefallen“, schwärmt er.

"Sicher eine Bereicherung"

Positiv schildert er auch seine bisherigen Erfahrungen mit den Kindern aus der Wichtelgruppe: „Die Kleinen sind einfach ehrlich und haben eine so positive Ausstrahlung, dass man gar nicht anders kann, als mit ihnen mitzulachen.“

Mikula hofft, dass sich in Zukunft etwas mehr Männer für den Beruf des Kindergartenpädagogen begeistern lassen. Auch Taboki-Leiterin Annette Bachkönig weiß um die Vorteile des neuen Kollegen: „Er ist sicher eine Bereicherung. Wir sind einer der ersten burgenländischen Kindergärten, wo die Kinder eine männliche Bezugsperson haben. Tristan macht seine Sache sehr gut und geht auf die Kinder ein. Er ist von uns Kolleginnen freudig aufgenommen worden, wie in einer großen Familie.“