Erstellt am 10. Dezember 2014, 06:58

Viele Eltern als Verkehrssünder. Besonders in der Früh beim Bringen, kommt es oft zu brenzligen Situationen bei der Tabor-Volksschule in Neusiedl. Bericht der Polizei sieht gestresste Eltern als Verursacher.

Hausaufgaben gemacht. Die Tabor-Volksschule erstellt gemeinsam mit der AUVA und dem Kuratorium für Verkehrssicherheit ein Konzept für sicheres Halten und Parken im Umfeld der Schule. Die Eltern haben dieses bereits erhalten (außer der ersten Klassen) und sollen laut Direktorin Kordula Csukker nochmals darüber informiert werden. Foto: VS am Tabor  |  NOEN, VS am Tabor
Die Situation jeden Morgen kurz vor acht Uhr, wenn die Kinder von den Eltern mit dem Auto in die Schule gebracht werden, ist für viele besorgniserregend.

Nach Unfall: Beamten mehrmals wöchentlich vor Ort

Aufgrund der Lage der Schule gibt es nur sehr beschränkte Möglichkeiten mit dem Auto zu halten und sein Kind aussteigen zu lassen.

Nach einem Unfall, in der Nähe der Schule, beauftragte die Bezirkshauptmannschaft die Polizei mit der Verkehrsüberwachung. Deshalb sind die Beamten laut Neusiedls Postenkommandant Hermann Schwarzbauer mehrmals wöchentlich vor Ort.

„Von 7.30 bis kurz nach acht Uhr kommt es zu Problemen, wenn Eltern an den unmöglichsten Stellen stehen bleiben, um ihr Kind aussteigen zu lassen. Auch die Geschwindigkeit und die Rücksichtslosigkeit werden immer höher, je näher der Schulbeginn rückt“, erklärt Schwarzbauer.

„Gott sei Dank ist noch nichts Großes passiert“

Der normale Individualverkehr im Bereich der Schule macht keine Probleme. Die Stadtgemeinde erhielt nun einen Situationsbericht der Polizei über das Verkehrsproblem, das demnach ein „hausgemachtes“ ist: „Gott sei Dank ist noch nichts Großes passiert, aber man muss die Eltern darauf aufmerksam machen. Es ist eine menschliche Sache, wo sicher auch Emotionen im Spiel sind. Das ist aber in ganz Österreich so, da ist die Tabor-Schule keine Ausnahme“, weiß Schwarzbauer.

Direktorin Kordula Csukker hat nun vor, die Eltern nochmals an das bereits im Vorjahr erarbeitete Konzept mit den verschiedenen Verkehrszonen hinzuweisen und verweist auf Eigenverantwortung: „Wir haben uns die brenzligen Stellen angeschaut und wissen, dass es hier sehr eng ist. Ein paar Schritte zu Fuß würden den Kindern nicht schaden.“

Für Bürgermeister Kurt Lentsch steht fest: „Dass in der Schule noch mehr Druck auf die Eltern gemacht werden sollte, sich regelkonform zu verhalten.“