Erstellt am 16. Mai 2012, 07:44

Neustart für Neusiedls Gastronomie-Szene. GASTRONOMIE / Das Cafe Zentral bekommt mit Martin Putzlager einen neuen Besitzer. Das „Neusiedler“ hat einen neuen Pächter.

Neue Betreiber für das Neusiedler. Zoli Hegyi, Fritzi Etter und Roman Kiaba hoffen auf zahlreiche Gäste.  |  NOEN
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VON BIRGIT BÖHM-RITTER UND BETTINA SCHEIDL

NEUSIEDL AM SEE / Den Gerüchten, in denen es heißt, dass das Cafe Zentral in Neusiedl am See schließen soll, ist die BVZ nachgegangen. Generationen von Besuchern des legendären Jugendtreffs können aber beruhigt werden. Das Gebäude wurde zwar verkauft, das Kaffeehaus wird vom neuen Besitzer Martin Putzlager aber wie gehabt weitergeführt. Es soll lediglich renoviert werden. „Die Jugend wird immer anspruchsvoller“, weiß er. Trotzdem möchte er, dass das Kaffeehaus mit seinem besonderen Flair erhalten bleibt. Bis zum Sommerbeginn soll das Billard-Center in den hinteren Räumlichkeiten erneuert und das Kaffeehaus mit einem neuen Teppich ausgestattet sein.

Für Josef „Pepsch“ Karolyi geht damit eine Ära zu Ende. Er hat das Lokal, das seit Beginn der 20er Jahre besteht, 1976 übernommen. „Irgendwann muss einmal Schluss sein“, sagt er. Die Zeit, die er im Kaffeehaus verbracht hat, möchte er aber nicht missen. „Ich war immer unter jungen Leuten. Mittlerweile kommt bereits die dritte Generation“, erzählt Karolyi.

Neue Geschäftsführung  auch im „Neusiedler“

 

Eine neue Geschäftsleitung gibt es auch im „Neusiedler“: Seit Anfang April steht das Lokal, das mittlerweile als zweites Wohnzimmer der Stadt bekannt ist, mit den Pächtern Roman Kiaba und Geschäftsführer Fritzi Etter wieder für seine Gäste in den Startlöchern. „Wir haben beide zuvor als Kellner im „Neusiedler“ gearbeitet. Als es dann hieß, dass der Pächter das Lokal nicht mehr weiter betreiben wird, haben uns viele Gäste darauf angesprochen und gefragt, ob wir nicht das „Neusiedler“ übernehmen “, erzählt Kiaba. „Schließlich haben wir uns dann dazu entschieden, weiterzumachen. Die Gäste haben uns die Entscheidung aber auch sehr leicht gemacht“, so Kiaba weiter.

Ziel ist es, das Stammpublikum weiterhin zu begeistern und durch Neuheiten auch weitere Gäste auf das Lokal neugierig zu machen – so verfügt das „Neusiedler“ seit Kurzem über gratis „W-Lan“ sowie über eine Sammlung von Brettspielen, die Gästen etwa am Sonntagabend für den gemütlichen Wochenendausklang bereitsteht. Die Pizzaaktion zwischen 17-21 Uhr, bei der die billigste von drei Pizzen einen Euro kostet, soll neben vier bis fünf wechselnden Speisen pro Woche das Speiseangebot vergrößern - natürlich bleibt den Gästen aber auch der traditionelle „Neusiedler Burger“ erhalten. „Die Leute sollen einfach gerne ins „Neusiedler“ kommen und sich hier wohlfühlen“, so Kiaba.