Erstellt am 20. Juli 2015, 13:10

von APA/Red

Asyl-Erstaufnahmestelle in Nova-Rock-Halle eröffnet. Seit Freitag gibt es in der Nova-Rock-Halle im Gemeindegebiet von Nickelsdorf eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Das teilte Bürgermeister Gerhard Zapfl (SPÖ) am Sonntag auf der Gemeinde-Homepage mit.

Festival-Halle dient nun als Asyl-Quartier.  |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)

Am Nova-Rock-Gelände in Nickelsdorf ist am Freitag nicht wie von Bürgermeister Gerhard Zapfl (SPÖ) verkündet eine Erstaufnahmestelle, sondern eine "Sammelstelle" für Flüchtlinge geschaffen worden, stellte Polizeisprecher Oberstleutnant Helmut Marban am Montag klar. In der 1.200 Quadratmeter großen Zelthalle werden Flüchtlinge erstversorgt.

"Es handelt sich hier um eine Sammelstelle, wie wir sie im Burgenland, etwa in Schattendorf (Bezirk Mattersburg) bereits mehrfach haben", so Marban. Dort werden Flüchtlinge mit Essen und Trinken versorgt und für maximal 48 Stunden untergebracht.

Die Zelthalle wurde am Freitag noch adaptiert und bezugsfertig gemacht. Seit Samstag kommen Flüchtlinge in die weit abgelegene Halle auf den sogenannten Pannonia Fields. Wie viele Menschen sich derzeit darin befinden, war zunächst nicht bekannt.

Platz reicht für mehr als 100 Personen

Die Entscheidung über die Erstaufnahmestelle sei vom Innenministerium getroffen worden, so Bürgermeister Gerhard Zapfl in einer Mitteilung. Gegenüber der APA sprach er von rund 100 Flüchtlingen, die in der Halle für 24 bis maximal 48 Stunden untergebracht würden.

Das sei ungefähr die Anzahl die pro Tag im Bezirk Neusiedl am See aufgegriffen werde. Wie lange die Erstaufnahmestelle in Nickelsdorf bestehen werde, entziehe sich Zapfls Kenntnis. Dies sei Entscheidung der Polizei bzw. des Innenministeriums, sagte der Bürgermeister.

x  |  NOEN, ROBERT JAEGER (APA)

Rotes Kreuz stellt Versorgung sicher

Er selbst habe sich bei einem Besuch in der Halle überzeugen können, dass die Unterbringung "adäquat" sei. Das Rote Kreuz stelle ausreichend Feldbetten, Gebrauchsartikel und Nahrung zur Verfügung.

Außerdem sollen in einer Pension ab kommenden Mittwoch zunächst zwölf und in weiterer Folge bis zu 25 Asylwerber untergebracht werden.

Dieses Asylwerber-Quartier in Nickelsdorf werde auf Privatinitiative der Betreiber der Pension eingerichtet. Bei 1.700 Einwohnern übererfülle Nickelsdorf damit sogar die von Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) vorgeschlagene Ein-Prozent-Quote für Gemeinden. Zapfl appellierte an die Nickelsdorfer, den bis zu 25 Asylwerbern, die sich frei im Ort bewegen dürfen, "im Sinne einer positiven Koexistenz offen und freundlich zu begegnen".