Erstellt am 16. September 2015, 06:52

von Pia Reiter

Freiwillige im Einsatz – Ort voller Helfer. Unzählige Nickelsdorfer engagieren sich unterstützen die Einsatzkräfte bei der Betreuung der Flüchtlinge.

Packen an. Karin Zapfl und Carmen Imnitzer koordinieren die Nahrungsmittelspenden und Hygieneartikel. Foto: Reiter  |  NOEN, Martin Reiter/www.reiter-foto.co
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„Man hält mehr aus, als man denkt“, sagen Karin Zapfl und Carmen Imnitzer, die beide seit fast zwei Wochen, genau seit der ersten Flüchtlingswelle am 4. September, jeden Tag als freiwillige Helfer in Nickelsdorf im Einsatz sind.

Am ersten Wochenende waren es 60 Stunden, jetzt waren es sogar noch mehr.

„Insgesamt habe ich in drei Tagen sieben Stunden geschlafen. Da habe ich noch gezählt“, meint Imnitzer.

„Man wächst und lernt mit der Situation“

Die beiden Nickelsdorferinnen helfen beim Sortieren der Lebensmittelspenden im ehemaligen Polizeigebäude und gehen auch mal Müll einsammeln, wenn nötig.

„Man wächst und lernt mit der Situation und man muss flexibel sein. Trotzdem haben wir versucht Struktur hineinzubringen, egal ob das die Spendenannahme von Kleidung und Lebensmittel oder die Versorgung der Flüchtlinge betrifft. Schön langsam wissen wir, welche Spenden wir brauchen und annehmen können“, betonen die beiden.

BVZ.at hatte zuletzt laufend berichtet:



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Im Bauhof 2 in Nickelsdorf sind ebenfalls Freiwillige bei der Arbeit: sie sortieren die abgegebenen Kleiderspenden und packen sie in beschriftete Kisten, um diese bei Bedarf griffbereit zu haben. Am Samstag war die Hilfsbereitschaft so groß, dass ein Aufnahmestopp ausgesprochen werden musste.

„Über die aktuelle Situation kann man sich am besten über Facebook bei Nickelsdorf hilft informieren und erfährt, welche Spenden gebraucht werden“, erklärt Irmtraud Pammer, die für die Koordination der Kleiderspenden zuständig ist.

Alle Freiwilligen haben eines gemeinsam: „Man kann einfach nicht anders und muss helfen, ich würde mir auch wünschen, dass mir jemand hilft, wenn ich aus meiner Heimat fliehen müsste“, erklärt Zapfl ihren unermüdlichen Einsatz.

Auch die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz werden tatkräftig von freiwilligen Helfern unterstützt, am Montag wurden zeitweise Leute zur Betreuung von Flüchtlingen gesucht. Dafür melden kann man sich unter ( 0664 1322318.