Erstellt am 05. Juli 2016, 14:36

Grenzkontrollen sorgen für Verkehrschaos auf der A4. Im Burgenland hat sich am Dienstag die Lage auf der Ostautobahn (A4) verschärft.

Verstärkte Grenzkontrollen stehen auf der G-7-Tagesordnung  |  NOEN, APA (ZEITUNGSFOTO.AT)

Zusätzlich zum aufgrund von Grenzkontrollen bei der Einreise nach Österreich in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) entstandenen kilometerlangen Lkw-Stau kam der Verkehr auch in Fahrtrichtung Ungarn ins Stocken, berichteten die Autofahrerklubs.

Ab Dienstagvormittag staute es sich laut ARBÖ nicht mehr nur bei der Einreise, sondern auch bei der Ausreise nach Ungarn. Besonders betroffen waren Lkw-Lenker. Grund waren Polizeikontrollen, die nun auch auf ungarischer Seite bei der Einreise ins Nachbarland durchgeführt wurden. Binnen kurzer Zeit bildete sich auch auf österreichischer Seite ein kilometerlanger Stau.

Ungarische Grenzbeamte hatten wie berichtet ab den Vormittagsstunden Kontrollen bei der Ausreise nach Österreich eingerichtet. Laut Berichten erfolgte die Abfertigung der Reisenden nur sehr schleppend beziehungsweise zum Teil gar nicht. Dadurch bildeten sich kilometerlange Stauungen. Die Baustelle zwischen Weiden und Nickelsdorf trug das Ihre zur Staulänge bei. Gegen 15.30 Uhr reichten die Kolonnen rund 30 Kilometer bis nach Bruck/Leitha. Die Anfahrtszeit zum Grenzübergang Nickelsdorf betrug rund 3 Stunden

Anfahrtszeit deutlich verlängert

In weiterer Folge kam auch der Pkw-Verkehr zwischen Weiden am See und Nickelsdorf abschnittsweise zum Stillstand. Die Anfahrtszeit zur Grenze sei deutlich verlängert. "Zwischen Weiden, Gols und Mönchhof stehen die Leute neben ihren Autos", berichtete ein ÖAMTC-Sprecher am Nachmittag. In dem Bereich ist auch ein Gegenverkehrsbereich eingerichtet. Am Nachmittag begann die Polizei, den Pkw-Verkehr "der Situation angepasst" von der Ostautobahn auf die B10 abzuleiten, so ein Sprecher der Landespolizeidirektion Burgenland zur APA. Auch ein Hubschrauber kam bei der Verkehrsüberwachung zum Einsatz.

Schon am Vormittag hatte laut ARBÖ der Rückstau auf der ungarischen M1, der Verbindung von Budapest nach Hegyeshalom, vor der Grenze rund 15 Kilometer betragen. Lkw-Lenker mussten rund zwei Stunden warten. Zwar könnten die Pkw an der Kolonne der Lastwägen vorbeifahren, doch es gebe immer wieder "Ausreißer", die die Pkw-Spur blockierten, hieß es vom ÖAMTC.