Erstellt am 26. August 2015, 11:50

von NÖN Redaktion

Neue Asyl-Halle. Die Sammelstelle für Asylwerber in Nickelsdorf wird in eine ehemalige veterinärmedizinische Grenzstation verlegt.

Kurzzeitige Unterkunft. Aus Platzmangel wird die Asyl-Sammelstelle in Nickelsdorf von den ehemaligen Grenzpolizeigebäuden in diese Halle verlegt, die früher eine Veterinär-Station war.  |  NOEN
Es wird eng in Nickelsdorf. Täglich werden laut Polizeiinformationen im Schnitt etwa 160 Flüchtlinge im Bezirk Neusiedl am See aufgegriffen.

Die Asylsuchenden werden nach dem Aufgriff zunächst in der Erstbetreuungsstelle Nickelsdorf nahe der ungarischen Grenze aufgenommen und versorgt.

Diese Erstaufnahmestelle soll nun aus Platzmangel in den ehemaligen Grenzpolizei-Gebäuden in eine größere Halle verlegt werden, die vor der Öffnung der Grenzen eine veterinärmedizinische Station war.

Polizei: „200 Aufgriffe pro Tag und mehr“

Derzeit bieten die adaptierten Räume des Gebäudes Platz für etwa 150 Personen. Doch das ist laut Polizeisprecher Helmut Marban zu wenig: „Mitte der Vorwoche sind die Flüchtlingszahlen steil nach oben gegangen, mit 200 Aufgriffen pro Tag und mehr. Da hat sich gezeigt, dass wir mehr Plätze brauchen, wenn dieser Trend anhält.“

Deshalb sei man derzeit in Verhandlungen mit dem Bund, in dessen Besitz sich die ehemalige Veterinär-Station nach wie vor befindet, um zusätzliche Räumlichkeiten anzumieten: „Wir sind am Weg der Vollendung. Alle arbeiten mit Hochdruck an einer schnellen Umsetzung“, versichert Polizeisprecher Marban.
Mit der geplanten Erweiterung würde man künftig bis zu 300 Flüchtlinge kurzfristig in Nickelsdorf unterbringen können.

Weiters sei geplant, dass die neue Sammelstelle auch die entsprechenden technischen Einrichtungen bekommt, um vor Ort erste Einvernahmen durchführen zu können. Damit würde die Sammelstelle in etwa die gleichen Funktionen erfüllen wie das Competence Center in Eisenstadt.

Bisher mussten die Flüchtlinge zur Einvernahme in andere Sammelstellen gebracht werden.
Maximal 48 Stunden nach dem Aufgriff werden die Asylwerber in Bussen in Erstaufnahmezentren weiter transportiert. Wohin, sei aber oftmals unklar: „Die Leute werden dorthin transportiert, wo Kapazitäten frei sind“, so Polizeisprecher Marban.