Erstellt am 05. September 2015, 18:04

Nickelsdorf: Vorbereitungen für die Nacht. Letzter Zug verlässt um 20.30 Uhr Nickelsdorf, morgen früh geht es ab 6 Uhr wieder los. Derzeit warten noch rund 1.000 Flüchtlinge auf die Weiterfahrt. Laut Polizei reichen die vorhanden Flächen aus. Die Stimmung ist gut, die Hilfsbereitschaft groß. Aktuell können keine Spenden mehr angenommen werden.

 |  NOEN

Die Lage am Bahnhof in Nickelsdorf ist aktuell ruhig, laut Auskunft der Polizei wird der letzte Zug des heutigen Tages um 20.30 Uhr in Richtung Wien abfahren. Bis 18 Uhr wurden rund 6.000 Flüchtlinge über Nickelsdorf weitergebracht, derzeit warten noch rund 1.000 Menschen auf die Weiterfahrt. Chaotische Szenen wie am Nachmittag, als viele Menschen gleichzeitig in den Zug wollten, gab es am Abend nicht. "Alles verläuft in geordneten Bahnen", berichtet BVZ-Mitarbeitern Bettina Eder.

x  |  NOEN

Die Polizei glaubt, mit den vorhandenen Flächen in der Nova Rock Halle über die Nacht auszukommen. Derzeit ist geplant, den Zugverkehr morgen um 6 Uhr in der Früh wieder aufzunehmen. "Wir haben alle verfügbaren Kräfte mobilisiert und haben Hinweise, dass das noch nicht das Ende ist. Wir haben noch weitere Flächen zur Verfügung", sagte Polizeisprecher Helmut Marban.

x  |  NOEN

Vor Ort gibt es überall nur freundliche Gesichter, jeder Bus wird mit Applaus begrüßt. Die Stimmung ist sowohl unter den vielen freiwilligen Helfern als auch unter den erschöpften Ankommenden gut. Unter den Flüchtlingen befinden sich hauptsächlich Frauen und vor allem vielen Kinder. Aktuell sind genug Spenden vorhanden, in Nickelsdorf sind die Lagerkapazitäten erschöpft.

x  |  NOEN

Derzeit weiß aber noch niemand, wie lange der Strom der Flüchtlinge anhalten wird. Laut aktuellen Meldungen auf twitter befinden sich derzeit weitere Gruppen von Menschen am Fußmarsch in Richtung Österreich. Ob der Busverkehr - aktuell sind 20 Fahrzeuge im Einsatz - auch über die Nacht aufrecht erhalten wird, steht derzeit noch nicht fest. Das hänge davon ab, wieviele Menschen heute noch nach Österreich kommen, sagt Polizeisprecher Marban.

Mehr zum Thema: