Erstellt am 20. Februar 2015, 11:54

von APA Red, Pia Reiter und Paul Haider

Wurde Hund Lara doch nicht vergiftet?. Proben werden untersucht, Labor in München beauftragt. Ergebnisse in zwei bis drei Wochen, Polizei schließt derzeit nichts aus.

Ermittlungen laufen. Der Tod einer Schäferhündin beschäftigt die Polizei. Foto: Symbolbild/shutterstock/Myers Photography  |  NOEN, Symbolbild/shutterstock/Myers Photography
Für große Aufregung sorgte ein Vorfall Mitte Februar, bei dem eine Hündin starb, eine andere in der Tierklinik in Parndorf behandelt werden musste.

Der 59-jährige Besitzer bemerkte bei den zwei Schäferhündinnen krampfartige Zustände, die zunehmend schlimmer wurden. Sein dritter Hund - ein Schäferrüde - zeigte keine Symptome. Am Mittwoch verendete schließlich seine Schäferhündin Lara (BVZ.at hatte berichtet, siehe unten).

Paula ist mittlerweile wieder zu Hause

Die Schäferdame Paula wurde in die Tierklinik Parndorf behandelt, sie ist mittlerweile wieder bei ihrem Besitzer zu Hause.

Boris Mikula, Manager Tierklinik Parndorf erklärt: „Der Mageninhalt der verstorbenen Hündin wurde zur toxikologischen Untersuchung nach München geschickt. Die Auswertung wird zwei bis drei Wochen dauern, erst dann kann man sagen, ob eine Vergiftung vorliegt.“ Beide Hunde hatten dieselben Symptome: schweres Erbrechen.

Der dritte Schäfer - ein Rüde namens Schurl - nimmt nach Auskunft des 59-Jährigen kein Futter von Fremden, weshalb er offenbar verschont blieb.

Im Rahmen der Ermittlungen wurde im Garten des Besitzers wurde eine schwarze, klebrige Masse gefunden. Diese wurde ebenfalls von der Tierklinik Parndorf zur Untersuchung in ein Labor nach München geschickt, die Ergebnisse werden laut Polizei in zwei bis drei Wochen vorliegen.

Zweifel: „Könnte sich um Hundekot handeln“

Es gibt jedoch Zweifel, ob es sich dabei tatsächlich um Gift handelt: „Es deutet sehr viel darauf hin, dass es sich um Hundekot handelt. Zum derzeitigen Ermittlungsstand können wir weder etwas ausschließen noch etwas als gegeben annehmen. Es kann vieles infrage kommen, vielleicht war es eine Krankheit oder die Hunde haben etwas Verdorbenes erwischt und gefressen. Bis hin zum Nachbarschaftsstreit, alles ist möglich“, heißt es vonseiten der Polizei.

Die Beamten der Polizeiinspektion Gattendorf sind für die Ermittlungen zuständig und haben mehrere Nachbarn zu den Vorfällen befragt: „Es gibt niemanden, der konkret verdächtigt wird“, heißt es auf Nachfrage der BVZ.

Nickelsdorfs Bürgermeister Gerhard Zapfl zeigt sich ob der Vorfälle betroffen: „Ich bedaure, dass es solche Vorfälle gibt, und hoffe, dass das ein trauriger Einzelfall bleibt.“

BVZ.at hatte bereits am 13. Februar von den Vorfällen berichtet:

Hunde vergiftet – Schäferhündin starb

In Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) sind zwei Hunde eines 59-Jährigen von einem Unbekannten vergiftet worden. Schäferhündin "Lara" starb, die zweite Hündin "Paula" musste in der Tierklinik versorgt werden, berichtete die Polizei am Freitag.

Im Hof und im Garten des Anwesens wurden mehrere teerartige Klumpen sichergestellt, bei denen es sich vermutlich um das Gift handelt.

"Schurl" blieb offenbar verschont

Der 59-jährige Besitzer hatte in den vergangenen Tagen bei den zwei Schäferhündinnen krampfartige Zustände festgestellt, die zunehmend schlimmer wurden.

Sein dritter Hund, ein Schäferrüde, habe keine Symptome gezeigt, teilte die Landespolizeidirektion Burgenland mit. Am Mittwoch verschlimmerte sich der Zustand, "Lara" verendete. "Paula" kehrte nach der Behandlung in der Tierklinik Parndorf wieder nach Hause zurück.

Der Rüde "Schurl" blieb von der versuchten Vergiftung offenbar verschont, weil er laut Auskunft seines Besitzers kein Futter von Fremden annehme. Proben der sichergestellten Klumpen wurden nun an die Universitätstierklinik München geschickt. Die Substanz soll dort untersucht und bestimmt werden, hieß es von der Exekutive.