Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Noch kein Prüfbericht. SEIT ZWEI JAHREN / Die Gemeinde Parndorf wartet noch immer auf den Abschlussbericht der Gemeindeaufsicht des Landes.

Irritiert. Parndorfs Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) wartet seit zwei Jahren auf den Prüfbericht der Gemeindeaufsicht.  |  NOEN
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PARNDORF / Ende Jänner 2010 war die Gemeindeaufsicht des Landes Burgenland, Abteilung 2, angerückt, um die Finanzen von Parndorf unter die Lupe zu nehmen – auf eigenen Wunsch der Gemeinde (die BVZ berichtete).

„Seit zwei Jahren wartet Parndorf nun schon auf den ausstehenden Prüfbericht“, erklärt Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA). Nur widerwillig seien Sachen geprüft worden, die vonseiten der Gemeinde urgiert wurden, meint der Ortschef.

Er kann nicht verstehen, wieso der Bericht der Gemeindeaufsicht so lange auf sich warten lässt: „Ich bin ehrlich gesagt etwas irritiert, da ich gehört habe, dass der Bericht für Neusiedl schon fertig ist und die später als wir geprüft wurden.“

Er frage sich mittlerweile, ob man den Bericht etwa aus taktischen Gründen wegen des Gemeinderatswahlkampfs hinauszögere und ihm so bewusst schaden wolle. Außerdem sie die zuständige Prüferin mittlerweile gar nicht mehr für die Landesregierung tätig. Eine Rückmeldung sei aber – ebenso wie Kontrolle – nötig und wichtig, denn so der Ortschef: „Wenn etwas Gravierendes zu bemängeln sein sollte, kann doch eine Gemeinde nicht zwei Jahre einfach weiterarbeiten lassen. Ich rechne schon gar nicht mehr mit einem Bericht.“

„Bericht wird derzeit  fertiggestellt“

 

Schon vor sechs Monaten bestätigte die Abteilung 2 der Landesregierung, dass Parndorf bereits am längsten auf seinen Bericht warte.

Auf neuerliche Anfrage der BVZ wurde auf das Büro von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl, dem dafür zuständigen politischen Referenten verwiesen. „So etwas kann passieren, ist aber nicht die Regel“, heißt es vom Büro Steindl. Ein Ende sei absehbar, der Bericht werde in den nächsten Tagen fertiggestellt. Eine so lange Verzögerung könne verschiedene Gründe haben.

Personalnot in der Prüfungsabteilung hätte zu Engpässen geführt, weil enorm viele Aufträge zu prüfen wären und manche Dinge eben höhere Priorität hätten, als andere. Laut Steindls Pressesprecher Kurt Safrata kann es auch an der Gemeinde selbst liegen, wenn zum Beispiel nötige Unterlagen spät geliefert würden oder weil in der Zwischenzeit neue Fragen auftauchen, die das Einholen von Gutachten nötig machen würden.