Erstellt am 07. Februar 2013, 18:10

Noroviren-Verdacht: Einrichtungen bleiben zu. In Frauenkirchen (Bezirk Neusiedl am See) werden nach dem Noroviren-Verdacht auch am Freitag keine Kinder im Kindergarten toben oder sich Menschen mit Behinderung in einer Tagesheimwerkstätte beschäftigten.

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Die beiden sozialen Einrichtungen bleiben geschlossen bzw. außer Betrieb, "bis geklärt ist, ob es sich tatsächlich um Noroviren handelt", teilte Bezirkshauptmann Martin Huber am Donnerstag mit. Erste Untersuchungsergebnisse werden für Freitag erwartet, hieß es aus dem Büro von Gesundheitslandesrat Peter Rezar (S).

Am Donnerstag wurde nach Bekanntwerden weiterer Erkrankungen, die mit Noroviren in Verbindung stehen könnten, der Betrieb einer Behinderten-Tagesheimstätte nicht aufgenommen. Sieben Klienten sowie drei Betreuer seien erkrankt, hieß es am Vormittag. Auch sie klagten über die selben Symptome wie schon zahlreiche Kinder des Kindergartens, nämlich Erbrechen.

Klienten, die in der Tagesheimstätte betreut werden, wurden aus Sicherheitsgründen nach Hause geschickt. In der in einem separaten Gebäude befindlichen Behindertenwerkstätte durften die darin wohnhaften Klienten jedoch bleiben. Grund: Es gebe noch keine Krankheitsmeldungen.

Wie im Kindergarten wurden auch in der Tagesheimstätte Stuhlproben genommen. Auch ein Informationsblatt zu Hygienemaßnahmen wurde verteilt.

Am Mittwoch musste der örtliche Kindergarten geschlossen werden. Eine Pädagogin hatte erbrochen und wurde am Dienstag ins Spital gebracht. Dreißig der 90 betreuten Kinder wurden einen Tag später ebenfalls wegen Erbrechen krankgemeldet und auch eine zweite Kindergärtnerin hatte die selben Symptome.