Erstellt am 16. Dezember 2015, 15:09

von Pia Reiter und Paul Haider

Noroviren-Verdacht: Mehr als 30 Fälle. Nach mehr als 30 Betroffenen bleiben in Gattendorf Volksschule und Kindergarten für drei Tage geschlossen.

Volksschule und Kindergarten in Gattendorf  |  NOEN, BVZ
Nachdem in der Vorwoche Bewohner des Senecura-Pflegeheims in Frauenkirchen am Norovirus erkrankt waren ( ), gibt es jetzt den nächsten Verdachtsfall.

Gattendorfs Bürgermeister Franz Vihanek (ÖVP) sagte am Monatg gegenüber der BVZ, dass am Wochenende in seiner Gemeinde mehrere Kinder an Brechdurchfall erkrankt seien.

Bezirkshauptmann Martin Huber sprach gegenüber der BVZ von „30 bis 35 Erkrankungsfällen“ in Gattendorf.

"Wollen kein Risiko eingehen"

Als Vorsichtsmaßnahme wurde deshalb entschlossen, die Volksschule und den Kindergarten für mindestens drei Tage zu schließen. „Gerade vor Weihnachten wollen wir natürlich kein Risiko eingehen, dass noch mehr Kinder erkranken. Jetzt geht es darum, die Infektionskette schnell zu unterbrechen“, schildert der Ortschef.

Der Amtsarzt sei am Montag bereits verständigt worden und würde die erkrankten Kinder untersuchen. Ob es sich tatsächlich um eine Noroviren-Infektion handelt, könne man erst mit Sicherheit sagen, wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen.

Als Vorsichtsmaßnahme wird laut Vihanek jedenfalls derzeit das gesamte Schulgebäude desinfiziert. Außer den Hygiene-Arbeitern darf derzeit niemand das Gebäude betreten.

Frauenkirchen: Viren-Verdacht bestätigt

Unterdessen hat sich der Noroviren-Verdacht in Frauenkirchen bestätigt. Die Leiterin des Senecura-Pflegeheims, Elisabeth Deutsch, sagte gegenüber der BVZ, dass am Montag ein entsprechender Befund eingetroffen sei. Insgesamt 18 Heimbewohner waren an dem Virus erkrankt, mittlerweile gehe es aber allen Patienten wieder gut: „Es ist alles wieder im grünen Bereich, und seit Mittwoch hat es keine neuen Fälle gegeben. Mit den rasch eingeleiteten Maßnahmen wurde gute Arbeit geleistet“, so Deutsch.

Einige Vorsichtsmaßnahmen seien dennoch nach wie vor aufrecht, und auch alle Zimmer sollen nochmals desinfiziert werden.

In puncto Tröpfcheninfektion sei aber keine Gefahr mehr gegeben, hieß es am Montag vonseiten der Heimleitung.