Erstellt am 22. Juni 2016, 10:48

von Birgit Böhm-Ritter

Notbetrieb im Kiga Frauenkirchen. Zwei Tage blieb die Kinderbetreuungsstätte in Frauenkirchen ganz geschlossen. Auch Betreuerinnen erkrankt.

 |  Bilderbox.com

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit legte den Betrieb im Kindergarten und der Kinderkrippe lahm. Vergangenen Donnerstag und Freitag wurde auf Notbetrieb umgestellt, Montag und Dienstag schließlich ganz geschlossen.

"Ansteckungs-Kreislauf unterbrechen"

„Wir haben auf ärztlichen Rat hin so entschieden, um den Ansteckungs-Kreislauf zu unterbrechen“, erklärt Bürgermeister Josef Ziniel. Die Krankheit sei zwar nicht gefährlich, auch nicht meldepflichtig, aber hoch ansteckend. Immer mehr Kinder seien erkrankt, darüber hinaus sei auch ein Großteil des Personals außer Gefecht.

Eltern orten "Panikmache"

Der geschlossene Kindergarten stellt Eltern allerdings vor ein Betreuungsproblem. Sie orten außerdem „Panikmache“. „Die Krankheit wird weit schlimmer präsentiert, als sie ist. Die Eltern sind komplett verunsichert“, sagt eine Mutter im Gespräch mit der BVZ. Auch Bürgermeister Ziniel gibt zu, dass es die Hand-Fuß-Mund-Krankheit schon öfter im Kindergarten gegeben hat, ohne dass gleich geschlossen werden musste. „Damals war die Verbreitung aber nicht so stark“, betont er.

Seit heute, Mittwoch, läuft im Frauenkirchener Kindergarten wieder ein Notbetrieb mit drei Betreuerinnen. Gesunde Kinder dürfen mit einer ärztlichen Bestätigung wieder in die Betreuungsstätte kommen.

Information

Die Hand-Fuß-Mund-Krankheit ist eine viral bedingte, weltweit vorkommende, hoch ansteckende Infektionskrankheit. Sie verläuft in den meisten Fällen harmlos und betrifft vorwiegend Kinder unter zehn Jahren, kann aber auch bei Erwachsenen auftreten.

Eine Übertragung des Erregers erfolgt direkt von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Zu Beginn ist meist ein juckender roter Ausschlag an Händen und Füßen zu sehen, der später in weiß-graue Bläschen übergeht. Gleichzeitig bilden sich in der Mundhöhle Bläschen und kleine, schmerzhafte Geschwüre.

Quelle: wikipedia, www.gesundheit.gv.at