Erstellt am 11. Juli 2012, 00:00

Ochsenbrunnen gekippt. HITZE / Die hohen Temperaturen haben dem Joiser Kleinod zugesetzt. Viele Fische sind tot. Nun wird das Gewässer saniert.

Vize-Bürgermeister Karl Kiss und Bürgermeister Leonhard Steinwandtner begutachten das trockengelegte Teichbecken.  |  NOEN
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JOIS / Er gilt als einer der idyllischsten Plätze des Burgenlandes: der Ochsenbrunnen in Jois. Vergangenes Jahr wurde er in einer Wahl des Burgenland-Tourismus unter die fünf schönsten Plätze des Landes gewählt. Jetzt zeigt sich der Ochsenbrunnen aber in einem ganz anderen Licht. Die extrem heißen Tage haben dem kleinen Teich zugesetzt. „Durch die außergewöhnliche Hitze ist viel Wasser verdampft, der Pegel immer mehr gesunken und die Blätter, die über Jahre hinweg in den Teich gefallen sind, haben durch die hohe Wassertemperatur zu gären begonnen“, erklärt Bürgermeister Leonhard Steinwandtner (SPÖ). Ein Albtraum für Flora und Fauna. „Einige Fische haben schon das Rückenschwimmen geübt“, erklärt der Ortschef mit schwarzem Humor. Steinwandtner und Vize-Bürgermeister Karl Kiss (ÖVP) sind sich aber bewusst, dass das Kleinod der Gemeinde saniert werden muss.

Ochsenbrunnen wird  wieder revitalisiert

Alle naturschutzbehördlichen Bewilligungen für das Sanierungsverfahren seien eingeholt, betont Steinwandtner. Der erste Schritt ist auch schon getan: Das Wasser - es sei bereits schwarz gewesen - wurde aus dem Teich gepumpt. In weiterer Folge soll der Teich nun ausgebaggert und mit einer etwa 15 Zentimeter dicken Lehmschicht ausgelegt werden. „So entsteht ein dichtes Becken und frisches Wasser kann nicht versickern“, sagt der Bürgermeister.

Der Teich wird in einem ganz geringen Maß von Regenwasser gespeist, hauptsächlich aber durch eine einzige Quelle aus dem Leithagebirge. Bis der Ochsenbrunnen wieder mit Wasser gefüllt ist, wird es eine Zeit dauern: „Wohl bis in den Herbst“, vermuten Steinwandtner und Kiss. Dann aber soll „der kleine mit Seerosen dekorierte Teich inmitten einer pittoresken Naturlandschaft“ wieder „jedes Romantikerherz höher schlagen lassen.“ So wird das Plätzchen nämlich auf der Website www.burgenland-schmeckt.at beschrieben: Als „geheimes Idyll, das ob der Seerosen einem Gemälde von Monet gleicht.“ Momentan liegen die Seerosen noch auf dem Trockenen.