Erstellt am 08. Juni 2016, 10:17

von Birgit Böhm-Ritter

Örtlicher Tourismusverband: Sailer führt Geschäfte. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen für Tourismusgemeinden schaffen neue Rahmenbedingungen für Ortsverband.

»Eines der Ziele, des neuen Verbandes ist es, die Wallfahrer zu motivieren, länger in der Stadt zu verweilen«, sagen Bürgermeister Josef Ziniel, Obmann Klaus Hofmann und Geschäftsführer Sepp Sailer.  |  NOEN, BVZ

Seit 1. Juni fungiert Sepp Sailer als Geschäftsführer des örtlichen Tourismusverbandes. Damit sitzt in Frauenkirchen einer am Ruder, der 26 Jahre Erfahrung im Tourismusverband auf dem Buckel hat und bis vor drei Monaten noch als Obmann fungierte.

Der Positionswechsel wurde durch das neue Burgenländische Tourismusgesetz 2014 und seiner Novelle von 2015 notwendig. Dieses verlangt für einen eigenständigen Tourismusverband einen Geschäftsführer, der nicht als Vorstandsmitglied fungiert.

Die Tourismuszahlen in der Stadtgemeinde gehen seit der Eröffnung der St. Martins Therme & Lodge steil bergauf. 2008 verzeichnete Frauenkirchen 4.000 Nächtigungen, 2015 waren es bereits 107.000. Durch diese hohe Quote, die weit über dem gesetzlichen Grenzwert von 50.000 Nächtigungen liegt, ist es in Frauenkirchen möglich, einen eigenen Tourismusverband zu führen, der sich mit keinem anderen örtlichen Verband zusammenschließen muss.

Neues Team: Hofmann und Sailer

Als Obmann steht seit der Neukonstituierung im März Klaus Hofmann, Manager der St. Martins Therme & Lodge, an der Spitze. Seit 1. Juni ist es offiziell, dass sein Geschäftsführer Sepp Sailer heißt. Er wird vor allem für einen einheitlichen Auftritt der Tourismusgemeinde nach außen hin verantwortlich sein.

„Für mich ändert sich nicht viel. Ich mache die Arbeit gerne und werde sie noch einige Jahre weiter machen. Nun wird es so sein, dass der Vorstand Projekte beschließt und ich werde sie umsetzen“, erklärt Sailer und betont, dass er unentgeltlich arbeite.

Ideen gibt es bereits einige im neuen Verband. An den Erfolg des Mosonyi-Festivals im vergangenen Jahr will man anknüpfen und weiter einen Schwerpunkt auf Kulturveranstaltungen legen.