Erstellt am 17. November 2010, 00:00

Ötzi von Gattendorf?. SENSATIONSFUND / Im Zuge von Grabungsarbeiten stieß man in Gattendorf auf Gräber und Siedlungsreste aus der Bronzezeit.

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GATTENDORF / Bei Grabungsarbeiten auf einem 4.000 Quadratmeter großem Areal bei Gattendorf wurde vor Kurzem neben Resten von historischen Siedlungen auch Knochen des „ältesten Gattendorfers“ gefunden.

Archäologen fanden den  „ältesten Gattendorfer“

Im Zuge der Ausgrabungen wurden Reste von menschlichen Skeletten freigelegt, welche bis zu 4.000 Jahre alt sind. Hierbei vermutet Archäologe Nikolaus Franz einen sensationellen Fund: „Es ist zu vermuten, dass dies die ältesten Gattendorfer sind, aber es ist nie auszuschließen, dass es nicht noch ältere gibt.“

Auch die anderen Funde haben historisch relevanten Status. So wurden etwa Teile eines ungarischen Gräberfeldes entdeckt, die mehrere Grubengräber enthielten. In einem anderen Abschnitt wurde ein Gräberfeld aus der frühen Bronzezeit entdeckt.

„Spektakuläres Grab“:  12 Grabbeigaben gefunden

Den so genannten „Hockergräbern“ der Bronzezeit wurden Grabbeigaben wie etwa Keramikgefäße mitgegeben. Innerhalb des Gräberfeldes fanden die Archäologen nun ein „spektakuläres Grab“, in dem zwölf Keramikgefäße als Grabbeigaben vorgefunden wurden. Jene Vielzahl an charakteristischen Tassen und Töpfe kann der „Wieselburger Kultur“ zugeordnet werden, welche innerhalb des Bezirks verbreitet war. „Wir fanden auch einen Dolch aus der frühen Bronzezeit.“, so Archäologin Astrid Tögel. Die Grabungen werden aufgrund der Fülle an Funden im Frühjahr fortgesetzt. Sämtliche Informationen zu den Ausgrabungen sind im sechsten Geschichtsband der „Gattendorfer Rückblicke“ nachzulesen.

Grabbeigaben.

Im Rahmen der Bestattung der frühen Bronzezeit wurden dem Toten Gaben ins Grab mitgegeben. Grabbeigaben wie etwa Keramikgefäße aus dieser Zeit wurden nun in Gattendorf gefunden.

ARGE ZEITALTER