Erstellt am 13. April 2016, 09:50

von Pia Reiter

Pannoneum gewinnt Energy Globe Award. Pannoneum mit Umweltpreis für das Projekt "CSI:Trace your food" gemeinsam mit der BOKU Wien ausgezeichnet.

Die Preisträger. Bianca Bucsis (Neusiedl am See), Anika Schmidt (Neusiedl am See), Marco Fazeli (Neusiedl am See), David Slansky (Neusiedl am See) aus der 3 A der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe.  |  NOEN, zVg

Bei der mehrjährigen Kooperation zwischen Pannoneum und der Universität für Bodenkultur (BOKU) geht es um die Herkunftsbestimmung des Neusiedler See Zanders und der Wiesener Erdbeere anhand eines Multielement- und Isotopenfingerabdrucks.

Der weltweit renommierteste Umweltpreis wurde von Mohan Munasinghe, der als Vize-Direktor des Weltklimarates mit Al Gore 2007 den Friedensnobelpreis erhielt, an die Schüler und Schülerinnen des Pannoneum Neusiedl am See überreicht.

Die Auszeichnung erhielten die Schüler der 3A der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe für das Projekt „CSI:Trace your food“.

Neue Verordnung der Herkunftsbezeichnung

Der thematische Schwerpunkt des zweijährigen Projektes liegt auf der systematischen Bestimmung von eindeutigen chemischen Fingerabdrücken in Nahrungsmitteln aus unterschiedlichen Regionen in Österreich zur eindeutigen Herkunftsbestimmung.

Dabei soll erforscht werden, ob Nahrungsmittel aus regionaler Produktion anhand von Isotopenmustern eindeutig zu klassifizieren sind und ein Zusammenhang mit den Umweltbedingungen hergestellt werden kann.

Bei Fischen kann dieser Umweltbezug anhand der Gehörsteinchemie zeitaufgelöst hergestellt werden. In weiterer Folge können somit neue Verordnungen bezüglich der Herkunftskennzeichnung von Fischen aus österreichischer Aquakultur überprüfbar gemacht werden.

Zusammenarbeit mit AGES und AMA

Die Schüler haben dazu Informationen über den Neusiedler See Zander und der Wiesener Erdbeere und über Produzenten und Umweltbedingungen gesammelt.

Letztendlich sollen chemische Landkarten für die Zuordnung regionaler Produkte zu den entsprechenden Herkunftsregionen in Österreich sowie ein Online-Tool zur statistischen Überprüfung von Proben unbekannter Herkunft entstehen.

Um die praktisch-rechtliche Relevanz der Ergebnisse sicherzustellen, wird das Projekt mit der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) und der AMA durchgeführt.