Erstellt am 08. Mai 2013, 00:00

Parkplatzsituation am See noch ungelöst. Entlastung durch Seebus / Erweiterung der Parkfläche fraglich, ÖVP und Grüne wollen neues Konzept erarbeiten, SPÖ kritisiert Stadtchef.

Ab 1. Juni. Der Gratis-Bus vom Hallenbad bis ins Seebad wird wieder eingesetzt. Pia Reiter  |  NOEN
Von Pia Reiter

NEUSIEDL AM SEE / Im Wahlkampf war es allen Parteien ein großes Anliegen, mehr Parkplätze im Seebereich zu schaffen, jetzt ist wieder Saisonbeginn, die Situation hat sich aber seit den Wahlen nicht verändert. Die BVZ hat nachgefragt, ob es bereits Lösungsansätze für die Parkplatzsituation am See gibt.

Vizebürgermeisterin Elisabeth Böhm (SPÖ) erklärt: „Das ist das Ergebnis, wenn man einen vorhandenen Parkplatz, ohne Planung einer entsprechenden Infrastruktur (Parkplätze), als Lagunendorf verkauft. Die SPÖ hat bereits beim Verkauf dieses Grundstücks auf die mangelnde Parksituation aufmerksam gemacht, in diesem Zusammenhang wurde vom Bürgermeister erklärt, er habe die Situation bereits gut geplant. Die SPÖ ist sich der Problematik bewusst und zu diesem Zweck gibt es ja auch einen Stadtplaner, der für die Raumplanung zuständig ist.“

Stadtchef Kurt Lentsch (ÖVP) wehrt sich gegen die Kritik und sieht die SPÖ in der Verantwortung: „Die für den Bereich Verkehr zuständige Partei (Anmerkung der Redaktion: Aufgabengebiet von Stadtrat Roman Scheuer, SPÖ) hätte Initiativen setzen können, ebenso wie die für die Freizeitbetriebe und den Tourismus verantwortliche Vizebürgermeisterin, da ist bis jetzt aber nicht passiert.“

ÖVP und Grüne werden nun gemeinsam ein Parkplatzkonzept für das Seebad erarbeiten, ohne neue Parkflächen zu schaffen: „Wir versuchen neue Ansätze zu finden, und werden prüfen, ob an der derzeitigen Situation etwas änderbar ist“, betont Lentsch. Für Alexandra Fischbach (Grüne) ist es wichtig, sich dabei Alternativen zur bisherigen Eintrittsregelung zu überlegen: „Wir wollen nämlich keinen weiteren Parkplatz, es soll eine Bewirtschaftung der Parkplätze überlegt werden, das heißt, man zahlt fürs Auto und im Idealfall nichts für den Eintritt. Wir sollten nicht nach einer Lösung suchen, die wieder einmal auf Kosten der Natur geht. Ziel muss es ein, die Zahl der Autos zu reduzieren und die Menschen zur umweltfreundlichen Anreise zu motivieren. Sei es durch eine Anreise mit dem Fahrrad oder einem öffentlichen Verkehrsmittel oder zumindest durch Fahrgemeinschaften.“

Am Seebus, dieser bringt von 1. Juni bis 1. September die Besucher des Seebades gratis vom Hallenbad zum See, wollen die Parteien weiterhin festhalten. „Wir überlegen, eine Anzeigetafel bei der Haltestelle Hallenbad zu installieren, damit für den Fahrgast ersichtlich ist, wann der nächste Bus fährt.“