Erstellt am 01. Mai 2015, 05:55

von Paul Haider

Miletits: "Gab keine Verbote". Im Parndorfer Kindergarten gebe es keine Pflicht zu beten oder Verbote in der Fastenzeit, sagt eine Mutter.

Empört. Birgit Miletits, Barbara Steiner, Jennifer Pohr, Barbara Ettl und Sabrina Svejnoha stehen hinter der Kindergartenleitung.  |  NOEN, Miletits

Die Entscheidung einer Parndorfer Familie, ihren Sohn aus dem Kindergarten zu nehmen, weil die dortige Erziehung zu religiös sei (

), schlägt weiterhin hohe Wellen.

"Kinder sollen Traditionen und Werte vermittelt bekommen"

Petr Zak und Vesna Milojkovic klagten, in der Fastenzeit sei es den Kindern verboten worden, in der Puppenküche zu spielen und ihr konfessionsfreier Sohn sei zum Beten angehalten worden. Das stimme nicht, beschwert sich Birgit Miletits, die Mutter eines Kindergartenkindes jetzt gegenüber der BVZ: „Es gab keine Verbote in der Fastenzeit. Die Puppenküche wurde nicht gesperrt, die Kinder durften jeden Tag damit spielen.“ Auch dass die Kinder angehalten werden zu beten, sei nicht korrekt: „Wir haben bereits das zweite Kind in diesem Kindergarten. Sie wurden nie zum Beten aufgefordert, oder dazu, in die Kirche zu gehen“, so Miletits.

Auch vor die Kindergartenpädagoginnen stellt sich Birgit Miletits, die laut eigenen Angaben stellvertretend für viele Eltern spricht, schützend: „Die Kindergartenleitung und die Tanten sind wie eine zweite Familie für uns, und wir geben unsere Kinder mit gutem Gewissen bei ihnen ab“.

Eine Änderung des Erziehungsplans des Kindergartens würde Birigit Miletits nicht befürworten: „Die Kinder sollen unsere Traditionen und Werte vermittelt bekommen, und das lassen wir uns nicht zerstören.“

Lesen Sie mehr zum Thema: