Erstellt am 24. September 2014, 08:35

von Paul Haider

Sicherheitslücken am Bahnhof Parndorf Ort. Vergangene Woche wurde ein PKW in der "Park & Ride" Anlage Parndorf gestohlen. Es war nicht der erste Vorfall dieser Art.

Riskanter Parkplatz. Vergangene Woche wurde in der Parndorfer „Park & Ride“-Anlage wieder ein PKW gestohlen.  |  NOEN, Paul Haider

Am Dienstag vergangener Woche wurde am Bahnhof Parndorf Ort ein versperrt abgestellter PKW gestohlen. Es handelt sich dabei nicht um den ersten Vorfall dieser Art: Im Vorjahr wurde am selben Ort ein Autoeinbruch verübt und zwei Männer wurden beim Versuch, einen weiteren PKW zu stehlen, festgenommen.

Andreas Preiner von der Polizeiinspektion Parndorf erklärt, warum der Bahnhof bei Dieben so beliebt ist: „Die meisten Autos werden von Pendlern gegen sechs Uhr morgens abgestellt und ab 18 Uhr wieder abgeholt. Der Zeitrahmen um ein Auto zu stehlen ist also sehr groß.“ Auch aus logistischen Gründen sei ein Bahnhof ein gut geeigneter Ort für ein derartiges Verbrechen: „Der Täter kann mit dem Zug anreisen und mit dem gestohlenen Auto wieder wegfahren“, sagt Preiner. Zudem würden es moderne Einbruch-Techniken erschweren, einen Dieb überhaupt als solchen zu erkennen. Preiner dazu: „Heutzutage finden Sie auf Youtube Videos dazu, wie Sie innerhalb von zehn Sekunden oder weniger ein Auto knacken können. Wenn sich jemand so eine Technik antrainiert hat, sieht es so aus als würde derjenige einfach zu seinem eigenen PKW gehen, einsteigen und wegfahren.“

Keine permanente Videoüberwachung

Und ein weiteres Detail erschwert die Täterausforschung bei der Parndorfer Park & Ride Anlage: Es gibt keine permanente Videoüberwachung für die knapp 500 Parkplätze. Für die BVZ war dazu bis Redaktionsschluss niemand für eine Stellungnahme seitens der ÖBB erreichbar. Die Polizei ist bestrebt, die Kriminalität am Bahnhof Parndorf Ort einzudämmen, wie Andreas Preiner versichert: „Im Anlassfall wird von uns eine Videoüberwachung gestartet. Wir vermitteln auch verdeckt und sind vermehrt in dem Areal auf Streife.“