Erstellt am 12. August 2015, 10:05

von Paul Haider

Tamburizza im Netz-TV. Christian Maszl ist mit einer Video-Serie über das Parndorfer Tamburizza-Orchester ein Internet-Hit gelungen.

Beim Dreh. Christian Maszl vermittelt in seinen Internet-Videos die Freude am Tamburizza-Spielen.  |  NOEN, Anna Maszl-Kantner
Die Tamburizza Parndorf „Ivan Vukovic“ gehört zu den bekanntesten und beliebtesten Orchestern ihrer Art.

Die im Jahr 1969 gegründete Gruppe hat bereits acht CDs veröffentlicht und spielt etwa 25 Auftritte pro Jahr.

Nur im Internet war die Parndorfer Tamburizza bisher noch eher unbekannt. Das ändert sich aber gerade: Seit März lässt das Orchester-Mitglied Christian Maszl mit einer Internetsendung auf der Video-Plattform YouTube aufhorchen, in der sich alles um die Tamburizza dreht.

18.000 Clicks, Tendenz ist steigend

Und das mit Erfolg: Den YouTube-Kanal der Parndorfer Tamburizza gibt es bereits seit 2007, doch seit Christian Maszl seine aufwändig produzierten Videos hochlädt, wächst die Zuseherschaft deutlich: „Wir hatten früher etwa 80 Minuten Wiedergabezeit pro Monat, jetzt sind wir schon bei einem Tag und 19 Stunden“, freut sich der 35-Jährige über seine Video-Statistik. Mittlerweile zählt der YouTube-Kanal über 18.000 Clicks – Tendenz steigend.

Mit seinen Videos will Maszl Interessierten Einblick in die Tätigkeiten des viel beschäftigten Tamburizza-Orchesters bieten: „Wir arbeiten seit drei Jahren an einem großen CD-Projekt mit vielen Künstlern. Die Idee war, in den Videos zu zeigen, wie wir im Studio arbeiten und wie Konzerte zustande kommen. Außerdem bietet mir der Kanal die Möglichkeit, kreativ zu sein.“

x  |  NOEN, Anna Maszl-Kantner

Alle zehn Folgen der ersten Staffel der Internet-Sendung sind mittlerweile online. Eine Episode, die sich der Tamburizza-Spieltechnik widmet, liegt Maszl besonders am Herzen: „Tamburizza kann man bei uns nicht in der Musikschule lernen. Es gibt keinen Standard, wie zum Beispiel in der Blasmusik, und daher gibt es auch viele Qualitätsprobleme.“

In dem Video mit dem Titel „Let‘s play tamburica“ demonstriert Maszl die Tamburizza-Spielweise so, wie sie auch in Kroatien gelehrt wird.

Zweite Staffel mit Künstlergesprächen

Für die BVZ gibt Christian Maszl bereits einen Ausblick auf die zweite Staffel der Video-Serie: Dabei sollen Gespräche mit Künstlern im Mittelpunkt stehen, mit denen die Tamburizza Parndorf zusammengearbeitet hat. Im Zuge dessen wird es auch ein ganz besonderes Interview mit Sopranistin Patricia Nessy geben: „Ich bin wohl der erste, der eine Opernsängerin auf einem Surfbrett interviewt hat“, lacht Christian Maszl (siehe auch Foto oben).

Die Idee für das kreative Video sei „aus einer Blödelei heraus entstanden“ und wurde vergangene Woche spontan in einem Schotterteich in Parndorf gefilmt. Für die Zukunft wünscht sich der Parndorfer „Tamburizza-Hero“, dass die Zuschauer seiner Sendung vermehrt die interaktiven Möglichkeiten von YouTube nützen: „Was mir noch abgeht, ist, dass ein reger Austausch stattfindet und dass die Leute Anregungen geben, welche Clips sie gerne sehen würden.“

Die erste Folge der zweiten Staffel der Serie soll am kommenden Freitag, dem 14. August, veröffentlicht werden.


Zum Thema

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Christian Maszl. Der 35-Jährige ist von Beruf Physiker an der Universität Bochum. Der gebürtige Parndorfer spielt seit seinem zehnten Lebensjahr Tamburizza und ist schon seit 1990 Mitglied des Tamburizza-Orchesters „Ivan Vukovic“. Seit März 2015 betreibt Maszl den YouTube-Kanal der Parndorfer Tamburizza.


 

Die Tamburizza Parndorf im Internet:


Offizielle Homepage: www.tamburizza.at
YouTube:  www.youtube.com/tamburizzaparndorf
Facebook: www.facebook.com/tamburizzaparndorf
Twitter: twitter.com/TambuParndorf