Erstellt am 18. Januar 2012, 00:00

Parndorfer Pfarrer wird nicht mehr unterrichten. EINVERNEHMLICH / Am Montag endete der Rechtsstreit zwischen Branko Kornfeind und dem Landesschulrat mit einer Einigung.

Einigung. In dritter Verhandlung des Rechtsstreits.SCHEIDL  |  NOEN
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PARNDORF / NEUDORF/ PAMA /  Branko Kornfeind wird nicht mehr unterrichten - Am Montag endete die insgesamt dritte Verhandlungsrunde im Arbeitsrechtsstreit zwischen dem Religionslehrer und dem burgenländischen Landesschulrat mit einer Einigung und somit einer einvernehmlichen Lösung des Dienstverhältnisses: Der Landesschulrat hat dabei auf die Kündigung des Lehrers verzichtet, Kornfeind hat die Auflösung des Dienstverhältnisses akzeptiert.

Dienstverhältnis wird  einvernehmlich aufgelöst

Zur Vorgeschichte: Kornfeind soll einen Burschen in der Volksschule Pama dazu aufgefordert haben, einen Hausschuh mit dem Mund aus einem Mistkübel zu holen. Daraufhin meldeten sich mehrere Eltern, die weitere Vorwürfe gegen Kornfeind erhoben. Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelte wegen des „Verdachtes der Nötigung und des Quälens Minderjähriger im Schulunterricht“, wenig später bestätigte diese dann zwar, dass es Übergriffe gegeben habe, die strafrechtlich relevante Grenze aber nicht erreicht wurde, es kam zu keiner Anklage gegen Kornfeind. Als das Unterrichtsverbot des Landesschulrats gegen den Religionslehrer dennoch bestehen bleibt, verklagt dieser den Landeschulrat. Die ersten zwei Termine vor Gericht brachten kein Ergebnis, die dritte Verhandlungsrunde vor Gericht endete nun mit einer Einigung. Auf Anfrage der BVZ erklärt Medienrichter Bernhard Kolonovits: „Das Dienstverhältnis wird per 29. Februar einvernehmlich aufgelöst, das Land verzichtet auf eine Kündigung. Dieser Vergleich wurde vorerst bedingt geschlossen, beide Parteien haben noch bis 8. Februar die Chance, ihn zu beeinspruchen.“ Derzeit sehe es aber gut aus, dass die Lösung hält, so Kolonovits.

„Es ist gut, dass die Sache  nun ein Ende hat“

Branko Kornfeind gegenüber der BVZ: „Ich bin natürlich traurig, dass ich nicht mehr unterrichten werde, aber es ist gut, dass die Kündigung zurückgenommen wurde und die Sache nun endlich ein Ende hat.“

Ähnlich sieht dies Landesschulratspräsident Gerhard Resch: „Es ist gut, dass die Affäre nun aus der Welt geschafft wurde. Damit ist der Fall erledigt und ich bin froh, dass nun wieder Ruhe einkehren kann.“