Erstellt am 29. Januar 2014, 09:29

Petition für Hallenbad. Neusiedl am See | Nach der Unterschriftenliste der Saunarunde startet nun die Schwimmunion Aktionen zur Erhaltung des Hallenbades.

Aktion gegen Schließung. Philipp Lichtenberger, Andreas Königshofer, Magdalena Steiner und Andrea Habler von der SJ-Neusiedl wollen, dass das Hallenbad als Freizeitmöglichkeit für die Jugendlichen des Bezirks erhalten bleibt. Foto: SJ Neusiedl  |  NOEN, SJ Neusiedl
Die Schwimmunion Neusiedl am See (SUNS) hat am vergangenen Freitag auf www.rettet-das-hallenbad.at eine Online-Petition gestartet. Auf der Homepage kann man gegen die Schließung des Hallenbades unterschreiben. Bis Redaktionsschluss (Montagabend) hatten bereits mehr als 2.220 Personen ihre Unterstützung erklärt.

„Man merkt, der Hut brennt“

Seit 10. Jänner werden direkt im Hallenbad Unterschriften gesammelt (die BVZ berichtete). Nach genau zwei Wochen haben 1.400 Erwachsene und 260 Kinder unterschrieben. Gesammelt mit den schon ausliegenden Listen im Hallenbad und in sämtlichen Arztpraxen des Bezirkes sollen dann alle Unterschriften Landeshauptmann Hans Niessl übergeben werden.

„Man merkt, der Hut brennt. Mit unserer Petition wollen wir so viele Unterstützer, wie möglich gewinnen. Das Hallenbad ist beliebt und eine soziale Einrichtung, auf die der Bezirk nicht verzichten kann. Für viele, die jeden Tag herkommen, ist es wie eine zweite Familie, ein Kommunikationsraum. Gibt es das Hallenbad nicht mehr, fehlt etwas im gesellschaftlichen Leben“, betont Birgit Böhm-Ritter von der Schwimmunion.

„Drei Vereine würden sterben“

Das soll nicht die einzige Aktion des Vereins bleiben, weitere sind in Planung. Die Schwimmunion betreut pro Jahr 15 Schulen. „Gibt es das Neusiedler Hallenbad nicht mehr, dann gibt es kein Baby- und Säuglingsschwimmen, keinen Schwimmunterricht für Kinder jeder Altersstufe, kein Training für Jugendliche, Erwachsene oder Triathleten. Drei Vereine würden sterben“, unterstreicht Obmann Hans Christian Gettinger die Bedeutung der Einrichtung.

Auch die Sozialistische Jugend (SJ) Neusiedl am See spricht sich klar gegen die Schließung aus: „Abgesehen davon, dass das Hallenbad renovierungsbedürftig ist, bekennt sich die SJ-Neusiedl am See zum Hallenbad. Denn obwohl wir eine Bezirkshauptstadt sind, gibt es kaum Freizeitmöglichkeiten für die Jugend. Ein neues Seehotel ist auf dem Grundstück des derzeitigen Freizeitparks geplant, der Seezugang ist für Jugendliche teuer, es gibt keine Stadtparks und ein lange versprochenes Kino ist auch noch nicht vorhanden“, meint der Stadtobmann der SJ- Neusiedl, Andreas Königshofer.