Neusiedl am See

Erstellt am 13. Juli 2016, 06:19

von Bettina Scheidl

Petition für Freizeitpark: 1511 Unterstützer. Freizeitpark in Neusiedl am See möchte Standortwechsel mit Weinerlebnis-Minigolf, Leo Hillinger wäre Projektpartner. Pachtvertrag und neues Seebadkonzept als Knackpunkt.

Abenteuer Minigolf. Eine Anlage ähnlicher Art zum Thema Wein wäre laut Alfred Angerbauer „ein Highlight für Urlauber und Bewohner.“ Foto: privat  |  privat

1.511 Unterschriften konnte Alfred Angerbauer, Betreiber der Trampolin- und Minigolfanlage vor dem Seebadareal, bis dato für seine Petition sammeln. Sein Anliegen: Aufgrund des Baustarts des Seehotels wird der Standort seiner Freizeitanlage mit September aufgelassen, die Nutzung eines versprochenen Ersatzstandortes mit freiem Zugang zur Freizeitanlage sei nun doch nicht möglich, so Angerbauer.

Idee für Minigolf auf Wiese hinter Kassa

Ein alternativer Standort sei bis dato nicht in Sicht, worauf er nun aufmerksam machen möchte, um die Freizeitanlage am See erhalten zu können, erklärt der Neusiedler. Sein Ziel: Ein runder Tisch mit Seebad- und Seehotel-Verantwortlichen, um rasch eine konkrete Lösung für sein Anliegen zu finden.

Dabei möchte Alfred Angerbauer auch nochmals seinen Vorschlag für einen Ersatzstandort - auf einem Teil der Wiese hinter dem Kassabereich - und eine damit verbundene Idee vorstellen: Eine „Adventure Minigolf“- Anlage mit einem Investitionsvolumen von 150.000 Euro, die zum Thema Wein gestaltet ist.

„Es handelt sich um eine moderne Anlage, die nicht nur thematisch optimal in die Region passen würde, sondern auch ein Highlight für Urlauber und Bewohner wäre. Eine ähnliche Attraktion gibt es am Neusiedlersee noch nicht und ist in Österreich nur etwa fünf Mal zu finden“, so Angerbauer.

Seekonzept neu: Fokus flexible Arealnutzung

Ein Konzept, das auch das Interesse von Leo Hillinger geweckt hat: Mit seinen Kindern besucht der Joiser regelmäßig die Trampolinanlage von Alfred Angerbauer. Der Neusiedler konnte den Winzer von seiner Idee überzeugen und hätte ihn als Projektbeteiligten im Boot.

Georg Glerton, Geschäftsführer der „Freizeitbetriebe Neusiedl am See GmbH“, erklärt gegenüber der BVZ, dass Angerbauer durch das hohe Investment einen Pachtvertrag von mindestens 15 Jahre fordere. Eine derart lange Bindung komme derzeit aber nicht in Frage, da man an einem neuen Konzept für die Nutzung des Seebades arbeite, so Glerton:

„Dafür laufen derzeit Gespräche für Events wie den „Surf World Cup“, der Platz im Seebad benötigt.“ Eine langfristige Vergabe bedeute Einschränkungen bei der Gestaltung und flexibeln Nutzung des eigenen Areals, erklärt Glerton.

Die „Adventure Minigolf“-Idee umfasse zudem sehr konkrete Standortvorstellungen, denen man nicht in allen Punkten entsprechen könne: „Es wurden Ausweichmöglichkeiten wie die Hallenbadwiese oder ein Bereich im Seebad angeboten. Ich bin aber sehr bemüht, eine gemeinsame Lösung zu finden, auch wenn die Pläne der Freizeitanlage vielleicht nur in einer eingeschränkten Version umsetzbar sind“, so Glerton.