Erstellt am 19. Februar 2014, 11:02

Petition schlägt Wellen. Neusiedl am See | Unterschriftenaktion erhält Unterstützung von Eisenstadts Sportlern. Zudem ruft man zu Verbesserungsvorschlägen für Bad auf.

So viele Unterstützer wie möglich. Die Initiatoren der Onlline-Plattform »Rettet das Hallenbad« planen noch viele Aktionen. Foto: BBR  |  NOEN, BBR
Die Petition der Neusiedler Schwimmunion für den Erhalt des örtlichen Hallenbades schlägt Wellen: So hat die Unterschriftenaktion zur Erhaltung des Hallenbades nun auch Eisenstadt erreicht, dessen Bad mit ähnlichen finanziellen Problemen kämpft.

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Laut Neusiedls Bürgermeister Kurt Lentsch soll es nun gemeinsam mit Eisenstadts Stadtchef Thomas Steiner zu Gesprächen mit Landeshauptmann Hans Niessl und Landesvize Franz Steindl kommen, woran Lentsch auch konkrete Erwartungen knüpft: „Dass etwa Geld aus unseren Gemeindeumlagen, also über 600.000 Euro, wieder anteilig für die Leistungen, die die Stadt für die Region und den Tourismus der Region macht, vergütet wird.“ Zentrales Ziel, sei in erster Linie die Finanzierung des laufenden Abgangs zu stellen, erklärt Lentsch weiter.

Petitionsziel: 10.000 Unterstützer bis 22. April

Unterstützung signalisieren derweil auch Ärzte und Apotheken des Bezirks, die Petitionslisten in Praxen und Filialen zur Unterschrift aufliegen haben - bisher konnten so seit Ende Jänner gemeinsam mit der Online-Petition fast 3.500 Unterschriften gesammelt werden. Bis 22. April, dies hat sich die Schwimmunion Neusiedl am See zum Ziel gesetzt, sollen auf diesem Wege insgesamt 10.000 Unterstützer gefunden werden.

Neue Wege beschritt vergangene Woche auch der Aufruf der Online-Plattform „Unser Hallenbad muss erhalten bleiben“, die ihre Unterstützer dazu aufrief, konstruktive Kritik und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft des Hallenbades zu äußern. Ob wärmere Wassertemperatur, Spielzonen für Kinder, barrierefreier Zugang oder die Erweiterung des Areals um einen Eislaufplatz - an Ideen mangelt es den Schwimmern nicht.

„Öffnungszeiten sind nicht gerade sportlerfreundlich“

Für die BVZ Grund genug, Hallenbadbesucher und Sportler nach ihren persönlichen Vorschlägen zu fragen. So etwa Gerald Faber, Sportwissenschaftler und Obmann des Inline-Skating Klub Neusiedl: „Die Öffnungszeiten sind nicht gerade sportlerfreundlich. In Wien sind die Bäder um sieben Uhr morgens schon voll, weil viele Leute gerne noch vor der Arbeit ihre Längen ziehen. Das ist im Neusiedler Hallenbad bei den derzeitigen Öffnungszeiten leider nicht möglich.“

Für Siegfried Pamer vom „Laufclub / Tri Team Parndorf“ wäre auch eine Erhöhung der Eintrittspreise eine Option: „Bei einer geringen Erhöhung würden Besucher nicht allzu zu tief in die Tasche greifen müssen, gleichzeitig würde das Hallenbad aber mehr einnehmen. Zusätzlich zu den Eintrittsgeldern halte ich eine „Drittel-Lösung“ zwischen den Gemeinden, dem Land und dem Bund bei der Aufteilung der anfallenden Kosten für überlegenswert.“

Dieter Mauersics aus Frauenkirchen liegt das Thema Gesundheit am Herzen: „Am Sport darf nicht gespart werden. Und auch nicht auf Kosten der Kinder, die im Hallenbad schwimmen lernen. Da gibt es sicher anderweitige Sparpotenziale.“