Erstellt am 21. August 2011, 13:28

Pkw brannte nach Unfall auf A6: Vater rettete einjährigen Sohn. Dramatische Szenen haben sich in der Nacht auf heute, Sonntag, nach einem Verkehrsunfall auf der A6 im Nordburgenland abgespielt.

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Ein 33-jähriger Autofahrer kam bei Potzneusiedl (Bezirk Neusiedl am See) mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab. Der Wagen landete im Straßengraben, sofort drang Rauch aus dem Motorraum. Der Mann schaffte es gerade noch, seinen einjährigen Sohn aus dem Kindersitz zu holen, bevor das Wrack in Flammen aufging, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland.

Der Mann mit deutsch-slowakischer Doppelstaatsbürgerschaft war auf dem Weg in die Slowakei. Sein Sohn fuhr auf dem Beifahrersitz in einem Kindersitz mit. Kurz vor 4.00 Uhr dürfte den 33-Jährigen laut Exekutive die Müdigkeit übermannt haben. Das Auto kam rechts von der Fahrbahn ab. Dabei geriet das Fahrzeug auf eine dort beginnende Randleitschiene, die schräg aus dem Boden aufstieg.

Der Wagen hob ab und landete im zwei Meter tiefen Straßengraben. Aus dem Motorraum des stark beschädigten Pkw quoll Rauch, im Fahrzeug hatten die Airbags ausgelöst. Dem Lenker gelang es, auszusteigen und seinen Sohn aus dem Wrack zu befreien.

Unmittelbar darauf fing der Pkw Feuer, den im Auto mitgeführten Feuerlöscher konnte der Mann nicht mehr erreichen. Die Feuerwehr Parndorf, die mit 17 Mann ausrückte, löschte die Flammen.

Der 33-Jährige erlitt Abschürfungen an den Beinen und am Kopf. Er klagte auch über Schmerzen im Brustbereich. Sein einjähriger Sohn dürfte den Unfall laut Exekutive unverletzt überstanden haben. Ein Rettungswagen brachte beide ins Spital nach Kittsee.

Vom Wagen blieb nur mehr ein Totalschaden übrig. Außer dem Pkw wurden auch noch die Randleitschiene und ein Wildzaun auf jeweils 15 Metern Länge in Mitleidenschaft gezogen. Auch eine Holzstiege wurde beschädigt.