Erstellt am 04. März 2015, 09:32

von Pia Reiter

Haus geht in Betrieb. Jugendliche sollen in Podersdorf am See ein neues Zuhause finden, Arbeitersamariterbund betreut das Projekt.

Betreuerteam. Leiterin Veronika Handler mit Roland Lehner, Nina Smolen-Wilson, Mia Lechner, Nadine Schreier, Gerhard Kuhn, Assadollah Babor, Lisa Kohl und David Rudasic.  |  NOEN, Rupert Kandlbauer
Diese Woche erfolgt der Startschuss: Das Team des Arbeitersamariterbundes, das für das Flüchtlingshaus in Podersdorf am See zuständig ist, ist bereits vor Ort. Leiterin Veronika Handler und ihr Team (anfangs sind es neun Mitarbeiter) sind vorerst für bis zu 20 Personen verantwortlich, bei Vollbetrieb wird personell aufgestockt, sagt Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Arbeitersamariterbundes: „Bis zu 40 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge finden hier in Podersdorf Platz.

24-Stunden-Betreuung vorgeschrieben

Die 14- bis 18-Jährigen werden in Blöcken erwartet, nicht alle auf einmal. Die Informationen, woher die Jugendlichen kommen, erhalten wir erst, ich gehe aber davon aus, dass sie aus Syrien kommen.“ Gibt es die Freigabe vom Land Burgenland für die Einrichtung, dann geht eine Meldung an das Ministerium, das dann entscheidet, welche Flüchtlinge nach Podersdorf am See kommen.

Für jugendliche Flüchtlinge ist eine 24-Stunden-Betreuung vorgeschrieben, die Dihanits mit seinem Team in Podersdorf sicherstellt: „Wir sind permanent vor Ort. Die Zimmer sind vorbereitet, eine Besprechung des Teams vor Ort. Wir freuen uns, weil man uns mit offenen Armen empfängt. Es gibt schon Ehrenamtliche, die sich abgestimmt mit der Leitung vor Ort, engagieren wollen“, erklärt er.

„Wir haben Fachkräfte"

Der Samariterbund habe bereits Erfahrung mit einem ähnlichen Projekt in Wien sammeln können, für das Burgenland sei dies aber eine Premiere, so Dihanits: „Wir haben aber Fachkräfte, die in diesem Bereich ausgebildet sind, vor Ort.

Von den neun Mitarbeitern kommen vier aus der Umgebung (drei aus dem Bezirk Neusiedl am See, einer aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung). Unser großes Ziel ist es, die Jugendlichen wieder in einen geregelten Tagesablauf zu bekommen.“