Erstellt am 02. Juli 2014, 10:37

von Pia Reiter

Kiter wehren sich. Bürgeranwalt / In TV-Diskussion mit Podersdorfs-Tourismuschef Walter Gisch waren Platz-Problem, Nummern-Pflicht und Zaun ein Thema.

Moderator Klaus Unterberger nahm sich in der Sendung "Bürgeranwalt" der Leiberlpflicht für Kiter in Podersdorf am See an. Kiter und Podersdorfs Tourismuschef Walter Gisch diskutierten im Studio.  |  NOEN, Screenshot/ORF

Die Kitesurfer fühlen sich diskriminiert: Nicht nur, dass sie künftig verpflichtet werden, in Podersdorf am See Nummerntrikots über ihren Anzügen zu tragen, beklagen sie auch fehlende Infrastruktur, Platzmangel und gefährlich aufgestellte Zäune im Strandbereich. Die Kiter fühlen sich auch kriminalisiert, auch weil die Trikot-Pflicht nur für sie, nicht aber für andere Wassersportler wie zum Beispiel Surfer gilt und sie fürchten, dass Nummern willkürlich aufgeschrieben werden und sie dann nachweisen müssen, dass sie sich an die Kite-Zonen gehalten haben.

Für Volksanwältin Gertrude Brinek ist die Leiberl-Pflicht für Kiter eine Ungleichbehandlung und eine „Sonder-Erschwernis“. Die Lösung habe seit Einführung schon jetzt zu einer Verbesserung geführt, so Kiteschul-Besitzer Dieter Raditsch: „Für die Polizei ist es so leichter schwarze Schafe zu schnappen.“

Das betont auch Tourismuschef Walter Gisch: „Vonseiten der Gemeinde sehen wir keinen Anlass, Änderungen vorzunehmen. Die Kiter-Trikots haben sich seit ihrer Einführung bereits bewährt. Diese Maßnahme - sie wurde im Konsens mit den ansässigen Kite-Schulen vorgenommen - dient schließlich dazu, die Sicherheit für alle Badegäste im Strandbereich und auch im Wasser zu gewährleisten.“ Am 4. August endet die Übergangsfrist, ab dann ist auch für die Tages-Kiter das „Kiter-Leiberl“ verpflichtend.