Erstellt am 15. April 2015, 10:02

von Theresa Gsellmann

Mehr als ein Badeort. Neuer Tourismus-Chef Hannes Anton will Podersdorf neu positionieren und hat auch für den Winter große Pläne.

Setzen sich gemeinsam für Tourismus in Podersdorf ein: Otto Gisch, Hansi Heiling, Marina Stiegelmar, Rene Lentsch, Walter Gisch, Hannes Anton, VP-Bürgermeister Andreas Steiner, Burgenland Tourismus Chef Mario Baier und Josef Lentsch.  |  NOEN, Theresa Gsellmann

Das Bild, das der neue Geschäftsführer des Podersdorf Tourismus, Hannes Anton, über seine Wahlheimat zeichnet, ist ein vielversprechendes. Die Mole soll zu einem Publikumsmagneten ausgebaut werden, das Strandbad attraktiver gestaltet, ein Warmwasserbecken und eine Sauna sollen Gäste auch außerhalb der Badesaison anlocken und im Winter sollen hunderte Besucher ins Adventdorf pilgern.

Noch sind diese ambitionierten Ziele reine Vision, eine Aufbruchsstimmung ist im Ort aber trotzdem zu spüren. Schrittweise sollen diese Projekte schon bald umgesetzt werden. Kräftigen Applaus erntete Anton bei der Präsentation seines „Meilenstein-Plans 2025“ von den Podersdorfern. Man brauche eine „Politur der Marke und der Betriebe und auch die Podersdorfer sollen positiv über den Tourismus sprechen und nicht darüber jammern“, machte Anton aufmerksam.

Fokus auf Genuss, Wein, Natur, Familie und Sport

Nur gemeinsam sei es möglich in eine positive Zukunft zu gehen, Zimmervermieter, Unternehmer, Gastronomen, Winzer und auch Privatpersonen sind aufgefordert, das neue Image von Podersdorf aktiv mitzugestalten. „Wir wollen mehr als ein Surferparadies und ein Badeort sein“, erklärt der Tourismus-Verantwortliche. In Zukunft soll der Fokus noch mehr auf Genuss, Wein, Natur, Familie und Sport gelegt werden, mitunter auch um weniger wetterabhängig zu werden.

Den Startschuss für die Saison soll auch weiterhin das Summer Opening sein, das Anton auf die gesamte Region ausweiten will. Mit einem Hafen- und Seefest, Podersdorfs Winzern als Botschaftern, der Inszenierung des Goldenen Herbst und einem stimmungsvollen Adventdorf soll die Ortschaft weit über die Sommermonate hinaus bei seinen Gästen punkten.


Zur Person

„In mir brennt touristisches Feuer“, sagt der 51-jährige Kärntner, der seit April die Geschicke des Podersdorf Tourismus leitet. Für ihn war Podersdorf bisher wie eine zweite Heimat, da er mit einer Podersdorferin verheiratet ist.

In der Kärtner Tourismusszene ist der gelernte Schlosser schon lange kein Unbekannter mehr. Als Event-Chef bei der Kärnten Werbung, als Verkaufs- und Marketingleiter bei der Villacher Brauerei, und Marketing-Leiter des Casino Velden, konnte Anton zahlreiche Erfolge für sich und die Region verbuchen. Diese Erfolge aus Kärnten will er auch „im Burgenland auf die Reihe bringen“. Zuletzt war Anton Abgeordneter der FPK im Kärntner Landtag.

Der 51-Jährige folgt dem Podersdorfer Walter Gisch, der nach 36 Jahren als Tourismus-Chef in den wohlverdienten Ruhestand geht.