Erstellt am 18. März 2015, 09:06

von NÖN Redaktion

Mühle soll wieder mahlen. Sechs Projekte im Bezirk profitieren von Förderungen der EU und des Landes, darunter die alte Windmühle in Podersdorf.

Besichtigung der Windmühle: Landeskonservator Peter Adam, Kulturlandesrat Helmut Bieler, Landeshauptmann Hans Niessl, Eigentümerin Johanna Lentsch und Vize-Bürgermeister Lorenz Lentsch (SPÖ).  |  NOEN, Böhm-Ritter

Eine von insgesamt nur mehr zwei Windmühlen in Österreich steht in Podersdorf. Derzeit wird sie im Rahmen eines EU-Förderprojektes im großen Rahmen restauriert. Das Kulturgut war bereits vom Verfall bedroht. Mahlfähig ist die Mühle schon lange nicht mehr, das soll sich nun ändern. Nicht nur das morsche Holz wird ausgetauscht, sondern auch das Mahlwerk wird wieder funktionstüchtig gemacht.

"Ein Traum wird wahr"

Mit der Renovierung wurden Experten aus Holland beauftragt. Am Eröffnungstag im Mai soll die Poderdorfer Windmühle das erste Mal seit 90 Jahren wieder Getreide mahlen. „Ein Traum wird für mich wahr“, sagt Mühlenbesitzerin Johanna Lentsch, die sich seit 2001 mit ihrem Verein „Windmühle Poderdorf am See“ für die Erhaltung des Wahrzeichens kümmert.

297.000 Euro investieren EU und Land in die alte Mühle. Sie ist aber nur eines von 45 Kultur- und Denkmälern in Burgenland, die von einer Förderoffensive im ersten Halbjahr 2015 profitieren. Insgesamt stehen dafür sechs Millionen Euro zur Verfügung. Im Neusiedler Bezirk werden die Fresken der Parndorfer Pfarrkirche, die Kirchen in Deutsch Jahrndorf, Gols und Zurndorf restauriert sowie ein Info-Point bei den archäologischen Ausgrabungen in Weiden am See gebaut.

Landeshauptmann Hans Niessl betont die Aufgabe der Politik, Kulturdenkmäler für nachfolgende Generationen, und als wichtige Säule des Tourismus, zu erhalten.


Wussten Sie, dass...

....es ursprünglich sieben Windmühlen im Seewinkel gab? Heute ist die Mühle in Podersdorf am See, die Einzige. Sie ist ca. 160 Jahre alt, steht seit ungefähr 60 Jahren unter Denkmalschutz und befindet sich nach wie vor im Privatbesitz der Familie Lentsch.