Erstellt am 04. September 2013, 00:00

„Politik rausgenommen“. Werbeverein /  Obmann Gerald Richter zieht nach 365 Tagen „im Amt“ Bilanz über seine Arbeit, Vorhaben und Herausforderungen.

Gerald Richter, Obmann des Neusiedler Werbevereins.BVZ  |  NOEN, BVZ
Von Pia Reiter

Werbeverein / Ein Jahr ist es nun her, dass sich der Werbeverein um Obmann Gerald Richter neu aufgestellt hat. Seitdem hat sich einiges getan, auch wenn es laut Richter ein Lernprozess war und er das erste Jahr gebraucht hat, um seinen eigenen Weg zu finden: „Vorher war der Job ein Politikum. Das haben wir jetzt rausgenommen. Egal für wen, wir sind für die Sache da. Am Anfang habe ich es sicher unterschätzt. Nun ist klar, wer will, wer etwas macht und was die Eigenheiten der einzelnen Unternehmen sind“, betont er.

Strukturen wurden aufgebaut, wie etwa eine Datenbank der Neusiedler Unternehmen: „Es war ja Null da, außer ein schlechtes Image. Wir sind mit Minus gestartet. Die Arbeit geht voran, wenn auch langsam“, erklärt Richter.

Werbeverein hat dieses Jahr noch einiges vor 

Nach dem Erfolg der weißen Einkaufsnacht, wo nach anfänglicher Kritik sowohl Kunden als auch Wirtschaftstreibende begeistert waren, geht es bereits mit der Planung für das restliche Jahr (siehe Infobox) sowie für 2014 weiter.

Wünschen würde er sich - neben mehr Unterstützung von der Politik - vor allem mehr Unternehmertum in der Stadt: „Das kommt ja von etwas unternehmen. Wir raunzen lieber stundenlang, bevor wir selber was machen. Tut man aber was, dann funktioniert es auch in Neusiedl.“

Selbstkritik für die Unternehmer wichtig

Für ein gut gehendes Geschäft müsse die Grundbasis stimmen, das Nicht-Einhalten der Öffnungszeiten oder dreckige Auslagen sind dabei ein Unding.

Selbstkritik, sich selbst zu hinterfragen und wenn nötig neu erfinden, sei für die Neusiedler Unternehmer überaus wichtig. In den nächsten zehn Jahren soll sich Neusiedl am See, geht es nach Richter, zu einer Art gallisches Dorf entwickeln: „Wir sind ein kleines Städtchen. Ich hätte gerne eine Fülle von Geschäften mit Nischenprodukten, die mit Dienstleistungen sprich Service punkten und wo Leute extra hinfahren, weil sie das so nirgendwo anderes kriegen.“