Erstellt am 14. Oktober 2015, 10:38

von Katharina Zedlacher-Fink

Ehemalige Raststation wird Containerdorf. Auf dem Parkplatz der ehemaligen Raststätte an der A6 werden 51 Container für 80 Asylwerber errichtet.

Noch Baustelle. Das Gebäude der ehemaligen Raststätte wurde abgerissen. Das Containerdorf soll im hinteren Parkplatzbereich entstehen.  |  NOEN, Zedlacher-Fink

Auch wenn sich noch niemand auf ein genaues Datum festlegen will, ist es nun fix: Wie bereits in der Vorwoche in der BVZ berichtet, wird am Parkplatz der ehemaligen Raststätte an der A6 bei Potzneusiedl in den kommenden Wochen ein Containerdorf für maximal 80 Asylwerber errichtet.

Containerdorf soll Dorfcharakter haben

„Es werden 51 Container aufgestellt. Pro Container können vier Personen untergebracht werden. Ob Familien, von denen gerade viele auf der Flucht sind, oder Einzelpersonen dort einziehen werden, ist aktuell noch nicht klar“, erklärt Wolfgang Dihanits, Geschäftsführer des Arbeiter-Samariter-Bundes Burgenland, der für die Betreuung der Asylwerber zuständig sein wird.

Neben den Wohncontainern wird es – ähnlich einem Dorf – auch noch Sanitäts-, Aufenthalts- und Betreuungscontainer geben. Eine Premiere im Burgenland. Vor Ort werde sich rund um die Uhr Betreuungspersonal aufhalten, denn Integration müsse dort stattfinden können, so Dihanits weiter. Aktuell befinde man sich noch in der Planungs- und Konzeptphase, auch die Finanzierung betreffend. All das geschieht gemeinsam mit dem Bund und dem Land Burgenland.

Werdenich: "Befristet für halbes Jahr"

Der Potzneusiedler Bürgermeister Franz Werdenich (ÖVP) erfuhr vom Vorhaben durch einen Anruf von Flüchtlingskoordinator Christian Konrad Mitte September, ein Termin im Innenministerium folgte. „Mir wurde von Christian Konrad zugesagt, dass das Containerdorf befristet für ein halbes Jahr eingerichtet wird.

Für mich als Bürgermeister bedeutet das eine Herausforderung, durch das Durchgriffsrecht des Bundes sind meine Gestaltungsmöglichkeiten aber ohnehin eingeschränkt. Meine Aufgabe wird es sein, als Brücke zwischen Dorfbewohnern und den Zuständigen für das Containerdorf zu fungieren.“


Information

  • Ein Container misst 6,50 Meter Länge und 2,80 Meter Breite und es werden vier Personen pro Container untergebracht.

  • Bei den untergebrachten Flüchtlingen handelt es sich um Asylwerber.

  • Insgesamt werden 51 Container aufgestellt. Neben den Wohncontainern wird es auch Aufenthalts-, Sanitär- und Betreuungscontainer geben.

  • Als Betreiber fungiert der Arbeiter-Samariter-Bund, der rund um die Uhr vor Ort sein wird und noch zusätzlich Personal aufnehmen wird.

  • Ein Containerdorf dieser Größe ist eine Premiere im Burgenland.