Erstellt am 03. August 2011, 00:00

Prozess noch im Herbst. MORDFALL / Bereits im Herbst soll es im Falle der verbrannten Frauenleiche nahe Nickelsdorf zum Prozess kommen.

Fundort. Vor etwa einem Jahr wurde auf diesem Acker bei Nickelsdorf die verbrannte Leiche der 72-jährigen Lydia D. gefunden.PRONAI  |  NOEN
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NICKELSDORF / Vor bereits mehr als einem Jahr machten die örtlichen Feuerwehrmänner die grausige Entdeckung: sie fanden die Leiche der 72-jährigen Lydia D. aus Wien am 20. Juli verbrannt auf einem Acker nahe Nickelsdorf vor. Die Florianis waren zu diesem Zeitpunkt gerade dabei, einen Flurbrand in der Nähe des Ackers zu löschen.

Jener Mann, der unter Verdacht steht, Lydia D. zuerst ermordet, ihre Leiche anschließend mit Brandbeschleuniger übergossen und letztlich angezündet zu haben, sitzt mittlerweile schon seit mehr als elf Monaten in Untersuchungshaft.

Ob es ein Teilgeständnis  gibt, ist weiter fraglich

Bisher hat er die Tat allerdings geleugnet. Zu einem angeblichen Teilgeständnis im Mordfall Nickelsdorf will sich der Strafverteidiger des Hauptverdächtigen nicht äußern. Die Anklage gegen den 59-jährigen Mann steht nun jedoch fest. Bald soll es auch schon zum Prozess vor einem Geschworenengericht kommen. Sämtliche Gutachten sind nun beisammen, um in diesem Fall eine Anklageschrift aufsetzen zu können. Das Ermittlungsverfahren ist praktisch abgeschlossen. Die Anklage wird nun höchstwahrscheinlich im Sommer geschrieben werden. Aller Voraussicht nach wird es dann bis Herbst oder bis zum Frühwinter dauern, bis es zu einem Prozess vor einem Geschworenengericht kommt, so Wolfgang Swoboda von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt. Zahlreiche Gutachten wurden eingeholt, etwa das eines Sachverständigen, eines Kriminalpsychologen und eines Psychiaters Die zeitaufwendigen Ermittlungen, welche die Auswertung von zahlreichen Daten, E-Mails und Einträge im Internet umfassten, seien erforderlich gewesen, um eine möglichst dichte Beweislage sowie eine dichte Anklageschrift zu bekommen.