Erstellt am 09. Februar 2011, 00:00

Radeln ohne Unterbrechung. RADWEGENETZ / Die langjährigen Diskussionen zwischen den Gemeinden Wallern und Pamhagen um den Ausbau des Radweges sollen bald der Vergangenheit angehören.

VON BIRGIT BÖHM-RITTER

WALLERN IM BURGENLAND / Die frühlingshaften Temperaturen der vergangenen Tage treiben nicht nur das Quecksilber in die Höhe, sondern auch die Radfahrer in die Natur. Dennoch: Nicht überall freut man sich über ein ungetrübtes Radlervergnügen. Die Strecke zwischen dem Feriendorf Vila Vita in Pamhagen und Wallern führt schon seit Jahren zu hitzigen Diskussionen zwischen den Gemeindevertretern. „Es ist das einzige Stück, das nicht durch einen Radfahrweg verbunden ist“, sagt Wallerns Bürgermeister Helmut Huber (SPÖ).

Huber: „Sicherheit der Radler  nicht gewährleistet“

Huberweist auf die verminderte Sicherheit der Radfahrer hin, die diese Distanz auf der Landestraße zurücklegen müssen.

Ein Großteil der umstrittenen Strecke liegt auf dem Gemeindegebiet der Nachbarortschaft Pamhagen. Laut Huber sei sein Amtskollege nicht bereit, einen Radweg neben der Landesstraße zu errichten und damit das Loch im Radwegenetz zu stopfen.

„Es stimmt, das schon seit Jahren diesbezüglich geredet wird“, sagt Pamhagens Bürgermeister Josef Wüger (SPÖ), „aber auch ich hätte gerne einen Radweg ohne Unterbrechung.“ Gescheitert sei dieser bis jetzt immer an der Finanzierung.

„Momentan werden die Radfahrer durch das Feriendorf Vila Vita geleitet, um nicht auf der Landesstraße fahren zu müssen“, erklärt Wüger.

Mit dieser Übergangslösung will sich der Direktor des Feriendorfes Bert Jandl aber nicht mehr zufriedengeben. „Der Radweg von Apetlon bis ins Feriendorf hat eine Vorlaufzeit von zehn Jahren gebraucht, nun wird schon mehr als fünf Jahre über den Weg nach Wallern diskutiert“, ärgert er sich. Das sei hinterwäldlerisch. „Ich bin bereits im 21. Jahrhundert angekommen, der Radtourismus ist aber im 19. Jahrhundert stecken geblieben“, sagt er zynisch.

Lösung in Sicht, Baubeginn  schon im April?

Eine Lösung scheint nun aber in Sicht. Wie Bürgermeister Josef Wüger der BVZ mitteilte, sei schon im April der Baubeginn eines Radfahrweges zwischen Feriendorf und Wallern geplant. Gespräche mit der zuständigen Landesrätin Michaela Resetar und Landeshauptmann Hans Niessl seien bereits „eingefädelt“. Finanziert soll der Weg vom Land Burgenland und der Gemeinde Pamhagen werden.