Erstellt am 31. Dezember 2014, 06:13

von Paul Haider

Raaberbahn: 32 Millionen für neue Züge. Die Raaberbahn investiert derzeit kräftig in den Bau neuer Siemens-Züge und die Modernisierung der Strecke.

Flott. Ab Dezember 2016 werden fünf neue »Desirio Main Line«-Züge von Siemens auf der Strecke der Raaberbahn unterwegs sein. Foto: Raaberbahn  |  NOEN, Raaberbahn
1,6 Millionen Passagiere befördert die Raaberbahn jährlich in Österreich. Um den Fahrkomfort für ihre Kunden, die größtenteils Pendler sind, zu erhöhen, lässt das Bahnunternehmen derzeit fünf neue Züge von der Firma Siemens bauen.

„Mit dem Einsatz der neuen Siemens-Triebwagen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2016 bietet die Raaberbahn ihren Fahrgästen Qualität auf höchstem Niveau“, versichert Csaba Székely, stellvertretender Generaldirektor der Raaberbahn.

„FSE“-Projekt gemeinsam mit Neusiedler Bahn

Die Züge des Typs „Desiro Main Line“ erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern und bieten 259 Sitzplätze. 32 Millionen Euro sollen die fünf Züge kosten, gefertigt werden sie in Wien und Graz. Ab Dezember 2016 werden sie auf den Strecken Wien-Pamhagen, Wulkaprodersdorf-Neusiedl am See und Wien-Deutschkreutz unterwegs sein.

Das Modernisierungsprogramm der Raaberbahn beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Anschaffung neuer Züge.

Seit 2013 arbeitet das Unternehmen gemeinsam mit der Neusiedler Seebahn am „FSE“-Projekt. Dabei werde ein einheitliches System zu Betriebsführung installiert, damit die Züge beider Unternehmen künftig von der Fahrdienstleitung in Wulkaprodersdorf gesteuert werden können, erklärt Agota Acs von der Raaberbahn auf Anfrage der BVZ.

1,6 Kilometer Gleis werden neu verlegt

Auch die sicherungstechnischen Anlagen und die Eisenbahnkreuzungsüberwachung entlang der Strecken sollen im Zuge des „FSE“ Projektes modernisiert und verbessert werden.

2016 sollen all diese Maßnahmen abgeschlossen sein. 2014 wurden bereits sieben Millionen Euro in die Verbesserung der Infrastruktur der Raaberbahn investiert.

1,6 Kilometer Gleis wurden etwa zwischen den Bahnhöfen Müllendorf und Neufeld an der Leitha neu verlegt, wodurch eine Anhebung der Geschwindigkeit möglich wurde. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember gibt es deshalb auf der Strecke bereits eine Fahrzeitverkürzung von zwei Minuten.