Erstellt am 24. Februar 2014, 11:25

Reifendiebe bockten Porsche auf. Zwei mutmaßliche Reifendiebe sind am Wochenende bei einer Kontrolle durch die Polizei in Nickelsdorf (Bezirk Neusiedl am See) aufgeflogen.

Beamte sahen sich den Kastenwagen der beiden genauer an und fanden einen entwendeten Satz Porsche-Reifen im Wert von rund 14.000 Euro. Ein ebenfalls gestohlenes Navi, das im Handschuhfach lag, führte die Ermittler zum Tatort, einer Parkgarage in Wien.

Kurz vor der Ausreise nach Ungarn stoppten Polizisten den Wagen, mit dem ein 36-jähriger Serbe und ein 33-jähriger Kroate unterwegs waren. Weil die beiden zur Herkunft des Navi keine brauchbare Auskunft gaben, nahmen die Beamten das Fahrzeug genauer unter die Lupe. Unter der hinteren Sitzbank und im Kofferraum stießen sie auf die teuren Kompletträder und fanden auch das zur Montage benötigte Werkzeug.

Navi-Auswertung führte Ermittler auf richtige Spur

Bei der Auswertung des Navis warfen die Ermittler auch einen Blick auf die Adressen im "Favoriten"-Ordner. Dort tauchte jene Wiener Parkgarage auf, wo das Navigationsgerät aus einem Pkw gestohlen worden war. Weitere Ermittlungen führten die Polizei auch zu dem Porsche, den die Täter aufgebockt und mit einem Feuerlöscher abgestützt hatten.

Die Besitzer der beiden Autos hatten noch nicht bemerkt, dass sie Opfer von Dieben geworden waren. Die beiden Verdächtigen wurden festgenommen und die Justizanstalt Wien-Josefstadt gebracht. Ermittler stellten fest, dass der 33-Jährige sich eine neue Identität zugelegt hatte, nachdem er schon 2008 einschlägig mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war. Die Polizei überprüft nun, ob die Zwei auch bei anderen Reifendiebstählen als Täter infrage kommen.