Erstellt am 08. Juni 2016, 06:00

von Paul Haider

Rekordverdächtiges Nova Rock. Veranstalter Ewald Tatar erwartet beim zwölften Nova Rock bis zu 180.000 Besucher. Heuer neu: Bargeldlos Bezahlen, moderne Videoüberwachung und einen Tag länger feiern.

Vorfreude. Bürgermeister Gerhard Zapfl, Ewald Tatar, Landtagsabgeordneter Kilian Brandstätter und Bezirkshauptmann Martin Huber. Foto: Haider  |  NOEN, Haider

Das Nova Rock Festival in Nickelsdorf hält in seiner zwölften Auflage zahlreiche Neuerungen parat. Zum ersten Mal seit der Erstausgabe des Festivals 2005 wird wieder vier Tage lang gefeiert: Die Besucher erwartet von Donnerstag bis Sonntag ein hochkarätiges Programm.

Sicherheit steht im Mittelpunkt

Veranstalter Ewald Tatar ist es wieder gelungen, zahlreiche internationale Superstars nach Nickelsdorf zu bringen (mehr dazu auf Seite 39 der dieswöchigen Neusiedler BVZ). Das hat den Kartenverkauf merkbar angekurbelt.

„Seit dem letzten Vorverkaufsstand ist klar, dass das Nova Rock 2016 einen Besucherrekord aufstellen wird“, verkündete Ewald Tatar am Freitag. Gerechnet wird mit bis zu 180.000 Besuchern an den vier Festivaltagen.

Für die Veranstalter steht die Sicherheit der Rock-Fans im Mittelpunkt. 550 Ordner, 120 Sanitäter und 200 Feuerwehrmitglieder werden heuer wieder vor Ort sein. Drei Container stehen für die Einsatzzentrale der Polizei zur Verfügung, die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl ist mit zehn Mitarbeitern vertreten.

„High-Speed“-Kameras im Einsatz

Eine neue Videoüberwachung, die von Veranstalter Tatar und dem Land Burgenland mitfinanziert wurde, soll den Einsatzkräften dabei helfen, einen Überblick über das Geschehen am Festivalgelände zu behalten.

Zusätzlich zu der polizeilichen Videoüberwachung, die es schon seit Längerem am Nova Rock gibt, werden sechs hochmoderne „High-Speed“-Kameras an neuralgischen Punkten des Geländes installiert, die den Einsatzkräften Live-Bilder liefern. „Das Datenmaterial wird dann grundsätzlich vernichtet, im Bedarfsfall kann es noch von der Staatsanwaltschaft in Anspruch genommen werden“, erklärte Bezirkshauptmann Martin Huber dazu.

100.000 Euro für Cashless-System

Eine weitere Neuerung wird den Festival-Besuchern gleich bei der Anreise auffallen: Das gesamte Gelände ist Bargeld-frei. Bezahlt wird mit einer Chip-Karte, die die Besucher beim Einlass erhalten. Die Karte kann vor Ort jederzeit per Barzahlung, Bankomat- oder Kreditkarte mit einer beliebigen Summe „aufgeladen“ werden.

Damit werde der Registrierkassenpflicht Rechnung getragen und man würde sich zudem eine „Zettelwirtschaft“ am Festivalgelände ersparen, meint Ewald Tatar. In die Infrastruktur für das sogenannte „Cashless“-System sind zwischen 70.000 und 100.000 Euro investiert worden.