Erstellt am 04. Dezember 2015, 05:03

von Pia Reiter

Resolution für Hallenbad-Zukunft beschlossen. Gemeinderat einstimmig für Erhaltung und Sanierung, setzt dabei aber auf Hilfe von Umland-Gemeinden und Land.

Hallenbad Neusiedl am See  |  NOEN, BVZ
Mit der einstimmigen Verabschiedung der Resolution in der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch hat der Gemeinderat ein eindeutiges Bekenntnis zur Erhaltung des Hallenbades abgegeben. Gleichzeitig erhofft sich die Stadtgemeinde aber auch finanzielle Unterstützung von den Umland-Gemeinden, dem Land Burgenland und aus dem Brucker Bezirk, sowie von den Schulen, die mit ihren Schülern regelmäßig das Hallenbad nutzen.

Als Stichtag für Unterstützungserklärungen wurde der 30.06.2016 in der Resolution genannt. „Sonst sieht sich die Stadtgemeinde gezwungen, das Hallenbad zu schließen“, heißt es darin. Bürgermeister Kurt Lentsch (ÖVP) spricht von einem deutlichen Signal: „Damit die anderen es sehen, dass wir es ernst meinen. Das wird auch von der Gemeindeabteilung des Landes unterstützt.“

Zitz : "Bereitschaft der Gemeinden ist da"

SPÖ-Gemeinderat Heinz Zitz hat bereits mit allen SPÖ-Bürgermeistern des Bezirks gesprochen, auch zu Brucks Stadtchef Richard Hemmer hat er Kontakt aufgenommen: „Die Bereitschaft der Gemeinden zur Beteiligung ist da, derzeit fehlt aber noch ein tragfähiges Konzept von der Stadtgemeinde dazu“, betont er.

Für Grüne-Gemeinderätin Alexandra Fischbach war der Grundsatzbeschluss sehr wichtig, da die Gemeinde aufgrund der finanziellen Situation und der laufenden Konsolidierung des Gemeindebudgets das Hallenbad ohne finanzielle Unterstützung durch Dritte nicht erhalten könne, meint sie: „Daher müssen wir uns genau überlegen, wie viel Geld wir noch in das Hallenbad investieren können und wollen, wenn der langfristige Erhalt nicht gesichert ist.

Das sind wir den Neusiedler Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern schuldig.“ Derzeit wird gerade die Bausubstanz des fast vierzig Jahre alten Gebäudes untersucht: Die Freizeitbetriebe haben ein Gutachten in Auftrag gegeben und warten noch auf das Ergebnis, das in den nächsten Wochen erwartet wird.

Möglichkeiten der Sanierung

Minimal-Variante
Diese umfasst den von der Bezirkshauptmannschaft vorgeschriebenen Brandschutz, die Erneuerung der Wassertechnik und der Dachkonstruktion sowie die Dämmung des Daches und beträgt 1,7 Millionen Euro netto.

erweiterte Variante
Eine weitere Möglichkeit wäre zusätzlich zu der Minimal-Variante noch Fenster, Portale, Innendecke und Lüftungsanlage zu sanieren, das würde weitere 1,9 Millionen Euro kosten und somit insgesamt 3,6 Millionen Euro netto ausmachen.

Generalsanierung
Hier würde zur erweiterten Variante noch Ausbesserungen und Verschönerungen an der Fassade, neue WCs und eine neue Verrohrung dazukommen, Gesamt-Investition von 6 Millionen Euronetto.