Erstellt am 26. März 2015, 06:45

von Birgit Böhm-Ritter

Wirten halten Qualität. Nyikospark und L'altro vino bekommen im neuen Falstaff-Führer die besten Kritiken. Wiegand ist Neueinsteiger.

Fritz Tösch vom Nyikospark in Neusiedl am See wird im Falstaff Restaurantführer wegen seiner „tollen Weinauswahl“ gelobt. „Ich bin immer auf der Suche nach neuen Namen ohne auf die Arrivierten Winzer zu vergessen. Das bin ich unserem weininteressierten Publikum schuldig“, sagt er. Birgit Böhm-Ritter  |  NOEN

Restaurantkritiken sind des einen Gastronomen Freund, des anderen wiederum Feind. Dieser Tage erschien der Falstaff-Restaurantführer, in dem 1.650 Restaurants bewertet wurden. Die Wirte des Bezirkes dürfen sich freuen. Der Großteil konnte sein Vorjahresniveau halten. Nur ein einziger Betrieb, das Vitatella in Pamhagen, hat einen Verlust von lediglich einem Punkt zu beklagen.

Am besten bewertet wurden die Osteria L'altro vino in Nickelsdorf und der Nyikospark in Neusiedl am See. Beide stehen mit 88 Punkten an der Spitze. Für eine kleine Osteria eine ungewöhnlich hohe Punkteanzahl. Gelobt wurde die klassische italienische Küche aus besten Produkten. Fritz Tösch darf sich sogar über einen Punktezugewinn für seinen Nyikospark gegenüber dem Vorjahr freuen. „Das ist eine Wertschätzung, die direkt von den Gästen kommt. Es zählt nicht nur die subjektive Einschätzung eines einzelnen Testers“, sagt Tösch, der diese Beurteilung damit über jene anderer Restaurantführer stellt.
17.000 Mitglieder des Falstaff Gourmetclubs haben insgesamt über 240.000 Bewertungen abgegeben.

"Möchte Ehrlichkeit der Region vermitteln"

Der Neusiedler Parade-Gastronom erklärt sich seinen Erfolg in seiner Philosophie, der er von Anfang an treu geblieben ist: „Ich möchte dem Gast die Ehrlichkeit der Region und ihrer Produkte vermitteln.“ Das Schöne an dem Beruf sei es, immer auf der Suche nach neuen Produkten zu sein und mit ihnen zu experimentieren. Wichtig für Tösch sei eine saisonale Küche und da gelte es auch, im richtigen Zeitpunkt von Produkten loslassen zu können: „Wenn etwa ein Gemüse seinen qualitativen Höhepunkt überschritten hat, muss man das Gericht wieder von der Karte nehmen.“

Als Neueinsteiger gilt Oliver Wiegand. Nach der „Blauen Gans“ fand er am Friedrichshof eine neue Wirkungsstätte. Bei den Gästen fanden seine Gerichte jedenfalls Anklang. Nach einer Pause im vergangenen Jahr, scheint „Wiegand am Friedrichshof“ im druckfrischen Restaurantführer mit 86 Punkten auf. „Ich freue mich sehr, dass mich die Kritiker meiner Küche so gut bewerten und dass ich die Aufnahme in den Falstaff Guide schon nach so kurzer Zeit geschafft habe“, sagt der leidenschaftliche Koch.

Mit einem Plus von drei Punkten auf nun 80 Punkte ist der Familienbetrieb „Zum fröhlichen Arbeiter“ in Apetlon zum Aufsteiger des Jahres avanciert.


Bewertungen

Falstaff-Gourmetklubmitglieder können maximal 100 Punkte in den Kategorien Essen (50), Service (20), Weinkarte (20) und Ambiente (10) vergeben.

Landessieger:

Taubenkobel: 96 Punkte (-1)

Die besten Lokale im Bezirk:

  • Nyikospark, Neusiedl am See: 88 Punkte (+1)

  • L'altro vino, Nickelsdorf: 88 Punkte (0)

  • Zur Dankbarkeit, Podersdorf: 87 Punkte (0)

  • Presshaus, Illmitz: 86 Punkte (0)

  • Wiegand am Friedrichshof, Zurndorf: 86 Punkte (-)

  • Pannonia, Podersdorf: 84 Punkte (0)

  • Sittinger, Frauenkirchen: 84 Punkte (0)

  • Zur Blauen Gans, Weiden am See: 84 Punkte (-)

  • Mole West, Neusiedl am See: 83 Punkte (+1)

  • Birkenhof, Gols: 81 Punkte (+1)

  • Varga, Gols: 81 Punkte (+1)