Erstellt am 16. Oktober 2015, 05:57

von NÖN Redaktion

„Rotes Haus“ älter als erwartet. Das „Rote Haus“ ist über 100 Jahre alt. Denkmalschützer Peter Adam und der Gemeinderat wollen Abbruch verhindern.

Lokalaugenschein. Peter Adam vom Landeskonservatorat besichtigte mit Gemeinderat Franz Reinbacher das »Rote Haus«. Foto: Haider  |  NOEN, Paul Haider
Um den geplanten Abbruch des „Roten Hauses“ durch das Bundesheer ( , siehe auch den Artikel unten) ist mittlerweile in Parndorf eine rege Diskussion entstanden.

Ungewöhnliche Stahlbetonbauweise

Gemeinderat Franz Reinbacher (LIPA) wurde damit betraut, näheres zur Geschichte des ehemaligen Getreidespeichers zu erfahren.

„Es hat sich bestätigt, dass das Haus im Jahr 1912 vom Gutshof Königshof an das Militär verkauft wurde. Das heißt, das Haus wurde definitiv vor dem Ersten Weltkrieg gebaut“, erzählt Reinbacher der BVZ von seinen Recherchen.

Für diese Zeit sei die Stahlbetonbauweise des „Roten Hauses“ jedenfalls sehr ungewöhnlich gewesen, was ein Grund dafür sein könnte, das Haus unter Denkmalschutz zu stellen.

Gemeinsamer Termin als Ziel

Aber die Zeit drängt: Schon im November will das Bundesheer das „Rote Haus“ bei einer Übung zum Einsturz bringen.

Peter Adam vom Landeskonservatorat hat das „Rote Haus“ am vergangenen Donnerstag besichtigt. Das nächste Ziel für ihn sei, einen gemeinsamen Besichtigungstermin mit Vertreten des Bundesheeres und der Gemeinde zu organisieren. Dieses Treffen soll laut Adam jedenfalls noch im Oktober stattfinden.

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