Erstellt am 05. September 2015, 14:53

von APA/Red

Rotes Kreuz behandelte zwei Tage alte Schussverletzung. Das Rote Kreuz (RK) ist am Grenzübergang Nickeldorf mit 100 Helfern, darunter Kinderärzte und sieben Notärzte, im Einsatz, die im Schichtbetrieb arbeiten.

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 "Wir haben eine zwei Tage alte Schussverletzung behandelt. Wir sehen Verletzungen an den Augen durch Blendgranaten. Wir sehen Hämatome. Wir sehen auch Kinder mit Hämatomen", sagte Sprecher Andreas Zenker.

Neben einer Station, an der Lebensmittel und Kleidung ausgegeben werden, hat das RK eine Sanitätsstation aufgebaut. Mehrere Flüchtlinge seien in der Nacht und am Vormittag in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Zenker.

"Aber die meisten Menschen beißen die Zähne zusammen. Sie wollen sofort weiter." Schlimm sei die Situation für viele Flüchtlinge in der Nacht gewesen. "Die Leute waren teilweise drei Stunden im Regen zu Fuß unterwegs und haben zwölf Kilometer gehen müssen", berichtete der RK-Sprecher.

Die Folgen waren unter anderem Unterkühlungen und Erschöpfung - Kinder wurden getragen oder stapften selber Richtung Österreich. Sie bekamen zuallererst Tee und Decken. Zu essen gab es unter anderem Topfengolatschen.