Erstellt am 20. Oktober 2015, 10:36

von NÖN Redaktion

Rotes Kreuz nutzt ruhige Zeit für Planung. Die Flüchtlingssituation hat sich im Burgenland entspannt. Seit Sonntag kommen keine Flüchtlinge in Nickelsdorf an.

 |  NOEN, APA/HELMUT FOHRINGER
Diese Zeit nutzt das Rote Kreuz nun, um in Ruhe weitere Vorgangsweisen zu planen, erzählte Sprecher Tobias Mindler. "Wir gehen verschiedene Szenarien durch, wie es nun weitergehen könnte", sagte er. Außerdem ziehen die Helfer in ein Winterquartier.

"Wir richten gerade das Winterquartier ein. Die Meldestelle für Helfer und die Einsatzleitung sind nicht mehr in der Nova-Rock-Halle, sondern in der Veterinärmedizinischen Halle direkt an der Grenze zu finden", berichtete Mindler. Dort soll künftig auch die medizinische Versorgung sowie die Ausgabestelle von Kleidung und vermutlich auch von Essen untergebracht sein. Derzeit sind ein Einsatzleiter und ein paar Helfer an Ort und Stelle und richten das Quartier, in dem es auch Aufenthaltsmöglichkeit für Flüchtlinge gibt, ein.

"Befinden uns in einer Wartesituation"

"Wir befinden uns gerade in einem Umstrukturierungsprozess und versuchen von der reaktiven Schiene in die aktive Schiene zu kommen." Aufgrund der aktuellen Lage werde man nun in den "Bereitschaftsmodus übergehen". Das heiße, dass zu jeder Zeit auf Abruf Helfer kommen können, um etwaige Neuankömmlinge zu versorgen. Gemeint sind damit nicht nur Flüchtlinge, die - wie in den vergangenen Wochen - von Ungarn direkt nach Nickelsdorf kommen, sondern auch jene, die in der Steiermark ankommen. "Es könnten ja durchaus Flüchtlinge nach Nickelsdorf gebracht werden", meinte der Rot-Kreuz-Sprecher.

Generell harrt man aber der Dinge bzw. der weiteren Entwicklungen. "Wir befinden uns jetzt in einer Wartesituation." Neben der Umstrukturierung müsse man sich auch um jene Arbeit kümmern, die in den vergangenen Wochen liegen geblieben ist. "Die Schreibtische sind voll", sagte Mindler.