Erstellt am 26. August 2015, 11:51

von Otto Havelka

Aderlass für die SPÖ. Mit SP-Vizebürgermeister Adalbert Spendlik verabschiedet sich ein Urgestein der Kommunalpolitik aus dem Gemeinderat.

SP-Vizebürgermeister Adalbert Spendlik sagt der Gemeindepolitik »Adieu«.  |  NOEN, Foto: NÖN
Der Termin steht schon fest: Bei der Gemeinderatssitzung Anfang Oktober wird SP-Vizebürgermeister Adalbert Spendlik seinen Abschied von der kommunalpolitischen Bühne bekannt geben.

„Eigentlich wollte ich ja schon früher gehen“, sagt Spendlik, der vor Kurzem seinen 70. Geburtstag feierte, „aber jetzt ist es endgültig an der Zeit.“ In zwei Jahren sind Gemeinderatswahlen, bis dahin müsse sich „ein Nachfolger einarbeiten können“.

Mit Spendliks Abgang hat SP-Bürgermeister Gerhard Dreiszker innerhalb eines Jahres zwei weitere Personalfragen zu klären. Schon nach dem Rücktritt von Ronald Urban als Gemeinderat und Ortsvorsteher von Kaisersteinbruch musste die SP nachjustieren. Die Position des Ortsvorstehers ist nach wie vor vakant. Nun gilt es neuerdings einen Gemeinderat nachzunominieren und vor allem einen neuen Vizebürgermeister zu ernennen. Laut Dreiszker gibt es drei Kandidaten. Namen will er aber „keine nennen“.

Kolportiert werden gerüchtehalber aber SP-Parteivorsitzender Christian Hanel sowie die Gemeinderäte Gerold Eder, aber auch die parteilose Herta Schuster.

Spendlik hinterlässt aber nicht nur parteiintern eine Lücke. Er war als Vizebürgermeister auch für den Bauhof zuständig und sich als solcher für nichts zu schade. Wenn um zehn Uhr nachts in Kaisersteinbruch eine Straßenlaterne ausgefallen ist, machte sich Spendlik auf den Weg. „Wir sind von der Bevölkerung gewählt, da kann man nicht auf die Zeit schauen“, so Spendlik.

Und auch seine Positionen als Obmann-Stellvertreter des Leitha-Wasser-Verbandes und als Vorstandsmitglied des Abwasserverbandes müssen nachbesetzt werden.