Erstellt am 13. Juli 2011, 00:00

Sanierung verschleppt?. SICKERWASSER / Die Grenzwerte im Grundwasser sind überschritten. Die Kläranlage in Halbturn ist in die Jahre gekommen.

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FHALBTURN / Durch überschrittene Grenzwerte im Grundwasser herrscht in der Gemeinde Halbturn Handlungsbedarf. Es gibt aber keine Gesundheitsgefährdung, beruhigt Bürgermeister Markus Ulram (ÖVP). Der Sauerstoffanteil und der Phosphorgehalt seien höher als es die Grenzwerte erlauben. Dabei gehe es um das Sickerwasser im Bereich der Kläranlage. Diese soll nun saniert werden.

Das Problem ist schon seit 2005 bekannt, sagt Vize-Bürgermeister Regner (SPÖ). Die Sanierung sei aber immer wieder verschleppt worden. Schon im Dezember 2006 wurden Anbote dreier Baufirmen eingeholt, erklärt Regner, damals hätte das Projekt 106.000 Euro gekostet, jetzt wird die Sanierung um mehr als die Hälfte teurer kommen. Seine Kritik gilt vor allem Alt-Bürgermeister Peter Nachtnebel (ÖVP), der die Sanierung der Kläranlage immer wieder aufgeschoben habe. Das Thema Kläranlage war über Jahre kein Thema mehr im Gemeinderat, zeigt sich Regner verärgert.

Die Sanierung der Kläranlage sei keineswegs verschleppt worden, kontert Ulram. Es sei lediglich bei der Bezirkshauptmannschaft um eine Aufschiebung gebeten worden: Der Grund war die Planung eines Golfplatzes. Die große Wassermenge hätte zur Bewässerung genützt werden können und wir hätten kein Problem mehr mit der Versickerung gehabt.

Ljuba Szinovatz vom Referat Natur und Umweltschutz der Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See bestätigt: Es gibt keine Gefahr in Verzug. Die Kläranlage hätte eine entsprechende wasserrechtliche Bewilligung, sei aber in die Jahre gekommen und müsse auf den Stand moderner Technik gebracht werden.

Bis Ende Juli soll das Sanierungsprojekt nun bei der Bezirkshaumannschaft zur Genehmigung vorliegen. Bis Ende November sollte die Sanierung abgeschlossen sein. Wir sind nun mit dem Wasserbauamt im Gespräch, um abzuwiegen, welche Möglichkeiten der Sanierung umsetzbar sind, sagt Bürgermeister Ulram. Er rechne mit Kosten zwischen 120.000 und 140.000 Euro für die Sanierung. Im schlechtesten Fall sei aber ein Neubau der Sickerbecken notwendig. Das wäre aber die teuerste Variante, meint Ulram