Erstellt am 05. März 2014, 00:00

von Katharina Zedlacher-Fink

Schweine ausquartiert. Joiserin hielt in OSG-Wohnung Zwergschweine, für diese musste sie nun innerhalb weniger Tage neues Quartier finden.

Neues Quartier: Alexandra Denk mit Dynoso und Douglas (schwarz) in ihrem neuen Zuhause, einem in fünf Tagen mit Hilfe von Freunden errichteten Freigehege.  |  NOEN, Katharina Zedlacher-Fink
Von Katharina Zedlacher-Fink

Als sich Alexandra Denk vor einem halben Jahr zwei Zwergschweine als Haustiere nahm, dachte sie nicht, dass diese zum Problem für ihren Vermieter, die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) werden würden. „Sie sind wie Katzen oder Hunde und erledigen ihr Geschäft im Katzenkisterl. Ich verwendete sehr gutes Katzenstreu, das den Geruch besonders gut aufnimmt“, erzählt die Joiserin. Und ihre Schweine seien so reinlich, dass sie auch auf der Couch beim Fernsehen geschlafen hätten.

„Ich dachte nicht, dass Schweine ein Problem sind."

Dass sie die Schweine der OSG hätte melden sollen, war ihr nicht klar. „Ich habe den Mietvertrag nicht genau gelesen. Da in unserem Block aber sieben Hunde und unzählige Katzen leben, dachte ich nicht, dass meine Schweine, die ja Hunden und Katzen sehr ähnlich sind, ein Problem seien“, gibt Denk auch zu.
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Vor rund vier Wochen erhielt sie von der OSG ein Schreiben. Darin wurde sie, von einer Beschwerde eines ihrer Nachbarn, informiert. Der Inhalt: Sie halte Schweine und das Stiegenhaus stinke. Sie habe daraufhin Hausverwalter Wolfgang Wagner informiert, dass sie Schweine besitze und diese nachmelden wolle.

OSG: Kein schriftliches Ansuchen für Meldung

Laut Wagner hätte die OSG dann aber kein schriftliches Ansuchen für eine Nachmeldung erhalten. „Per (nicht Eingeschriebenen, Anm. der Redaktion) Schreiben vom 6. Februar haben wir Alexandra Denk informiert, dass es aufgrund des Geruchs — wir haben uns selbst davon überzeugt — und der Beschwerden anderer Mieter nicht möglich sei, die Schweine weiter in der Wohnung zu halten und sie diese bis 20. Februar aus der Wohnung entfernen soll“, sagt Wolfgang Wagner gegenüber der BVZ.

Denk dazu: „Ich habe das Schreiben am 15. Februar erhalten und hatte bis 20. Februar Zeit ein neues Quartier für die beiden zu finden“, so die Schweinefreundin, die nun auf der Suche nach einem Haus ist, „fünf Tage ist eine sehr kurze Frist, es handelt sich ja um Lebewesen und nicht um einen Kühlschrank. Zum Glück hat es nicht minus 15 Grad. Ich finde das Vorgehen herzlos.“