Erstellt am 22. April 2015, 06:00

von Paul Haider

Schwerpunktaktion: Bei Bussen Gefahr im Verzug. Wegen technischen Mängeln wurden am Wochenende in Nickelsdorf zahlreichen Fahrzeugen die Weiterfahrt untersagt.

Gefährlich. Viele Mängel konnten vor Ort behoben werden. Foto: LPD  |  NOEN, LPD Burgenland
Es ist eine besorgniserregende Bilanz, die die Landesverkehrsabteilung nach einer Schwerpunktaktion am Wochenende ziehen muss: Im Bereich des Grenzübergangs Nickelsdorf kam es zu 250 Anzeigen, 29 Fahrzeugen wurde wegen grober technischer Mängel gleich die Kennzeichentafeln abgenommen.

Bei Linienbus fast keine Bremswirkung mehr

Der Hauptaugenmerk der Aktion lag auf Bussen, Schwerverkehrsfahrzeugen und Kleintransportern. Sachverständige führten vor Ort technische Kontrollen durch.

Bei einem Linienbus, der von Serbien nach Wien unterwegs war, wurden gleich fünf grobe Mängel, bei denen Gefahr im Verzug war, festgestellt. Der Bus hatte laut Polizeiaussagen fast keine Bremswirkung mehr.

Ein ähnliches Problem zeigte sich bei einem Bus, der sich gerade von London auf dem Weg nach Rumänien befand: Eine Bremsscheibe fehlte komplett.

Oberstleutnant Füzi: Ergebnis noch normal

Die knapp 100 Passagiere der beiden Reisebusse mussten in Nickelsdorf warten, bis die Mängel von den Betreiberunternehmen behoben waren.

Laut Oberstleutnant Franz Füzi von der Landesverkehrsabteilung Burgenland liegt das Ergebnis der Schwerpunktaktion noch im normalen Bereich: „Viele Fahrzeuge aus Ostländern sind einfach noch nicht so ausgerüstet, wie es sein sollte“, erklärt Füzi.

Schwerpunktaktionen wie diese werden etwa vier Mal pro Jahr durchgeführt, die nächste soll in den Sommermonaten folgen.