Erstellt am 12. September 2016, 10:30

von APA Red

Überlasteter Stromverteiler löste Brand aus. Der Brand im Seerestaurant in Andau (Bezirk Neusiedl am See), der am Sonntag für einen Feuerwehr-Großeinsatz gesorgt hat, ist durch einen überlasteten Stromverteiler entstanden.

Bezirksfeuerwehrkommando Neusiedl am See

Das teilte die Polizei heute, Montag, mit und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Österreich".

Beamte des Bundes- und des Landeskriminalamtes sowie der Bezirksbrandermittler hatten nach der Ursache gesucht. Auch ein Hubschrauber des Innenministeriums war angefordert worden.

Bis auf die Grundmauern niedergebrannt

Die Flammen hatten in einem etwa 1.000 Quadratmeter großen Gebäudekomplex gewütet. Betroffen waren das Seerestaurant sowie Sanitär- und Umkleideräume für den Badesee und den Campingplatz. Das gesamte Gebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Ergebnis der kriminaltechnischen Untersuchungen und der Befragung von Zeugen ist laut Polizeiangaben, dass der Brand im Seerestaurant entstanden sein dürfte und sich von dort über das aus einer Holzkonstruktion bestehende Flachdach auf den gesamten Komplex ausbreitete. Als Bereich, in dem das Feuer ausgebrochen war, wurde schließlich ein hölzerner Wandverbau ausgemacht.

Rund 700.000 Euro Schaden

Von dort aus wurden mittels mehrerer Stromverteiler eine Vielzahl elektronischer Geräte mit Energie versorgt. Die Überlastung eines dieser Verteiler dürfte den Brand entfacht haben.

Die Schadenshöhe wird von Sachverständigen mit rund 700.000 Euro beziffert, berichtete der ORF Burgenland. Seitens der Landespolizeidirektion hieß es, man könne dies nicht bestätigen. Bei der Bekämpfung des Großbrandes waren sechs Feuerwehren mit 125 Einsatzkräften beteiligt.