Erstellt am 13. Januar 2016, 05:13

von Birgit Böhm-Ritter

Seerestaurant: Bürger planten um. Auf Wunsch der Weidener: Kein Haubenlokal, größere Hafeneinfahrt und Kiosk. Familie Tösch (Nyikospark) wird Betreiber.

Absage. Vorerst als Betreiber präsentiert, ist Philipp Keller noch vor der Abschlusspräsentation des Planes aus dem Projekt ausgestiegen.  |  NOEN, Reiter
Es ist ein gelungenes Bürgerprojekt. Das neue Seerestaurant in Weiden am See, das bis zur Sommersaison 2017 im Strandbad entstehen soll, wurde von der Bevölkerung mitgeplant.

Im Rahmen zweier Informationsabende waren die Weidener eingeladen, ihre Wünsche in den Planungsprozess einzubringen. Und das mit Erfolg.

Beach-Club wird es nicht geben

Die ersten Entwürfe hat Architekt Herbert Halbritter soweit als möglich verändert und die Anregungen aus den Bürgerversammlungen eingearbeitet. Daraus haben sich große Veränderungen ergeben.

Die Hafeneinfahrt wurde von zehn auf 25 Meter verbreitert und die Steganlage in eine C-Form verändert. Einen Beach-Club auf einer zum Restaurant gehörenden Liegewiese wird es nun nicht geben. Dieser wird in die Steganlage integriert. Dafür kommt ein kleiner Kiosk, der auch für Besucher, der öffentlichen Liegewiese zugänglich sein soll.

Die größte Veränderung im Plan betrifft aber das Gebäude selbst und das Konzept, mit dem das Seerestaurant Erfolg haben soll.

„Im allerersten Entwurf war das Restaurant sehr groß, im zweiten Plan sehr viel kleiner. Nun werden wir uns in der Mitte treffen“, erklärt Investor Martin Pfundner. Er spricht von 150 Sitzplätzen im Innen- und 250 Sitzplätzen im Außenbereich. Im ersten Entwurf seien insgesamt hundert Plätze mehr geplant gewesen.

Weidener wollen kein Haubenlokal

Auf ausdrücklichen Wunsch der Bevölkerung verzichtet Pfundner auf das ursprünglich geplante zweite gehobene Restaurant. Die Weidener brachten in den Versammlungen vermehrt ihre Sorge zum Ausdruck, es könnte eine Zweiklassen-Gesellschaft entstehen. Geplant ist nun ein einziges Restaurant, das mit gut-bürgerlicher Küche punkten soll.

Pfunder zeigte sich angenehm überrascht, wie konstruktiv die Bürgerversammlungen abliefen: „Wir haben versucht, alle Fragen zu beantworten und viele Wünsche aufgenommen. Auch jene, die anfangs noch gegen das Projekt eingestellt waren, konnten letztlich überzeugt werden.“

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Auch in Sachen Betreiber hat sich in den vergangenen Tagen einiges getan. Philipp Keller hat sich aus persönlichen und ökonomischen Gründen aus dem Projekt zurückgezogen.

Seine Nachfolger sind aber ganz und gar nicht „zweite Wahl“. Pfundner konnte eine erfolgreiche heimische Gastronomenfamilie für sein Projekt begeistern.

Familien-Projekt für Nyikospark-Patron

Gemeinsam mit der Familie Tösch soll das Weidener Strandleben behutsam aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden.

„Nach einigen Überlegungen im „Familienbeirat“ haben wir uns entschlossen, das Projekt „Weidener Seerestaurant“ gemeinsam anzugehen. Meine Töchter Vera und Judith waren sofort begeistert. Mit verstärkten familiären Einsatz werden wir zeitgemäße Qualität bieten und uns auf die Wünsche der Gäste einstellen“, erklärt Fritz Tösch.

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Den Pachtvertrag wird die Gemeinde mit Investor Martin Pfundner und den Tösch-Töchtern Vera Zakall und Judith Tösch abschließen.

Laut Fritz Tösch soll das Engagement in Weiden für die Pizzeria „Da Capo“ und den „Nyikospark“ in Neusiedl am See aus momentaner Sicht keinen Einfluss haben. Schlusspräsentation des Seerestaurant-Planes ist am 19. Jänner um 19 Uhr im Winzerkeller.