Erstellt am 06. Januar 2016, 05:18

von Birgit Böhm-Ritter

Baustart im Sommer. Das Gebäude soll umgebaut werden und einen Zubau bekommen. Neusiedl könnte Sitz des Europäischen Verbandes werden.

Mit einem Zubau sollen die Möglichkeiten des Bundesleistungszentrums für Segler weiter verbessert werden. Baustart ist 2016 geplant. Foto: Birgit Böhm-Ritter  |  NOEN, Birgit Böhm-Ritter
Es hat so ausgesehen, als würden die Ausbaupläne des Österreichischen Segelverbandes (OeSV) durch die angespannte finanzielle Situation der Stadtgemeinde ins Stocken geraten. Nun scheint es aber mit der Vergrößerung des Bundesleistungszentrums in Neusiedl doch ernst zu werden.

Auch Altbestand wird komplett umgebaut

„Ende Jänner ist die Bauverhandlung angesetzt“, bestätigt OeSV-Präsident Herbert Houf im Gespräch mit der BVZ. „Da die Behördenverfahren gut vorbereitet wurden, hoffe ich, dass wir die rechtskräftige Genehmigung ohne Verzögerungen bekommen.“ Houf rechnet mit Baubeginn im Frühsommer.

Die Ausbaupläne des OeSV wurden erstmals im Sommer 2013 bekannt. Seit damals wird an mehreren architektonischen Varianten geplant. „Wir haben uns nun gegen einen weiteren eigenen Baukörper entschieden. Das Gebäude soll seeseitig einen Zubau bekommen, das ist kostengünstiger und energieeffizienter“, beschreibt Houf das Projekt.

Auch der Altbestand wird komplett umgebaut. Damit soll den unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten Rechnung getragen werden. Räumlichkeiten, die bei Regatten, Veranstaltungen und Schulungen öffentlich zugänglich sind, sollen von Trainingsräumen, Werkstätten, Büros und dem Raum für sportmedizinische Behandlungen getrennt werden.

Kommt der europäische Segelverband?

An größerer internationaler Bedeutung könnte das Segelzentrum durch die Verlegung des Europäischen Segelverbandes (EUROSAF) nach Neusiedl am See gewinnen. „Es gibt zwar noch keinen schriftlichen Vertrag diesbezüglich, aber sehr wohl eine unverbindliche Zusage“, betont Houf.

Es deutet jedenfalls alles darauf hin, denn der Leiter des Segelzentrums Roland Regnemer wird auch als nächster EUROSAF-Generalsekretär gehandelt.

Die Investitionskosten für die Zu- und Umbauarbeiten von 600.000 Euro teilen sich Land und Bund, die auch den ursprünglichen Anteil der Stadt übernehmen werden. Diese wiederum leistet ihren Beitrag, indem sie, ein etwa 600 Quadratmeter großes Grundstück zur Verfügung stellt. Sobald die Baugenehmigung am Tisch liegt, soll der Fördervertrag mit Land und Bund fixiert werden.