Parndorf

Erstellt am 03. August 2016, 10:29

von Paul Haider

Aus für Postfiliale in Parndorf. Die Post AG hat einen Antrag auf Schließung der Parndorfer Filiale eingebracht. Jetzt wird ein Post Partner gesucht.

Vor dem Aus. Die Filiale in der Parndorfer Hauptstraße war laut Post-Angaben seit drei Jahren defizitär.  |  BVZ, Haider

Paukenschlag in Parndorf: Am Donnerstag wurde Bürgermeister Wolfgang Kovacs (LIPA) darüber informiert, dass die Postfiliale in der Hauptstraße zur Schließung angemeldet wurde - aus wirtschaftlichen Gründen, wie es hieß.

Ein Schock für den Ortschef: „Für mich ist das unvorstellbar, dass man ein Postamt in einer Gemeinde mit knapp unter 5.000 Einwohnern nicht gewinnbringend führen kann“, so Kovacs.

Filiale am 15. Juli zur Schließung angemeldet

Post-Pressesprecherin Kathrin Schrammel bestätigt am Montag die Hiobsbotschaft gegenüber der BVZ: „Die Filiale wurde am 15. Juli zur Schließung angemeldet, weil sie nicht kostendeckend zu führen ist. Eine Filiale darf nur dann zusperren, wenn sie drei Jahre defizitär ist. Das ist in Parndorf der Fall.“

Die Regulierungsbehörde habe nun drei Monate Zeit zu überprüfen, ob diese Zahlen den Tatsachen entsprechen, so Kathrin Schrammel weiters. Erst wenn die Prüfung der Behörde abgeschlossen ist, wird feststehen, wann das letzte Paket in der Parndorfer Filiale aufgegeben wird.

Mit der bevorstehenden Schließung ist nun die Suche nach einem Post-Partner für Parndorf eröffnet. Der Übergang soll fließend erfolgen: „Wenn ein Freitag der letzte Tag ist, an dem die Post offen hat, dann wird am darauffolgenden Montag der Partner aufmachen“, erklärt die Post-Pressesprecherin.

Eine Trafik, ein Kaufhaus oder ein Wirtshaus könnte die Post-Geschäfte übernehmen, meint Bürgermeister Kovacs. Wer daran interessiert ist, Post Partner in Parndorf zu werden, wird ersucht, sich am Gemeindeamt zu melden: 02166 2300.

Überlegungen für Nachnutzung

Das Gebäude, in dem die Postfiliale eingemietet ist, befindet sich im Besitz der Gemeinde Parndorf. Nach der Schließung wäre für Bürgermeister Kovacs eine Nutzung des Hauses als kulturelle Einrichtung denkbar. „Es gibt nichts Schlechtes, wo nicht auch etwas Gutes dran wäre“, gibt sich der Bürgermeister zuversichtlich.